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Nach Verkehrsversuch in Dresden: Dauerhaft Tempo 30 am Terrassenufer

Ein Verkehrsversuch im Sommer 2023 zeigt, dass Tempo 30 am Terrassenufer in Dresden zu einer höheren Sicherheit führt - vor allem für Fußgänger und Radfahrer. Deshalb gilt es jetzt dauerhaft.

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Ein Verkehrsversuch im Sommer 2023 hat gezeigt, dass Tempo 30 dort für mehr Sicherheit sorgen. Deswegen wird das nun dauerhaft eingeführt.
Ein Verkehrsversuch im Sommer 2023 hat gezeigt, dass Tempo 30 dort für mehr Sicherheit sorgen. Deswegen wird das nun dauerhaft eingeführt. © René Meinig

Dresden. Seit Mittwochmorgen gilt auf dem Dresdner Terrassenufer zwischen Theaterplatz und Steinstraße Tempo 30 - in beiden Fahrtrichtungen. Die Stadtverwaltung ordnete dies an, um die Verkehrssicherheit im Fuß- und Radverkehr in diesem Bereich zu verbessern.

Denn der im Sommer 2023 Verkehrsversuch, bei dem die Geschwindigkeit bereits von 50 km/h auf 30 herabgesetzt wurde, wurde ausgewertet. Insbesondere in der Sommerzeit herrscht zwischen Brühlscher Terrasse und dem Dampfschifffahrtbetrieb viel Betrieb am Terrassenufer. Zu 20.000 Autos am Tag kommen Radfahrer, Fußgänger und Fahrgäste an den Anlegern der Sächsischen Dampfschifffahrt.

Die Querungsstellen für Fußgänger liegen zwischen Theaterplatz und Steinstraße so weit auseinander, dass viele Menschen auch an anderen Stellen die Straße überqueren. So komme es zu gefährlichen Situationen.

Weniger gefährliche Überholvorgänge am Terrassenufer

Von Tempo 30 profitieren an dieser Stelle laut Stadt aber nicht nur Fußgänger, sondern auch Radfahrer. Bei 70 Prozent der Überholmanöver auf dem Terrassenufer wird der vorgeschriebene Mindestabstand nicht eingehalten. Mit der niedrigeren Geschwindigkeit werden die Radfahrer seltener überholt.

Das belegen die Zahlen des Verkehrsversuchs: Während ein Radfahrer am Terrassenufer bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h durchschnittlich sechsmal zu knapp überholt wird, sind es bei Tempo 30 weniger als vier regelwidrige Überholvorgänge. So wirkt sich Tempo 30 zwar nicht auf den Abstand aus, verbessert aber dennoch die Sicherheit im Radverkehr. Außerdem reduziert sich die mögliche Schwere von Unfällen.

So wie viele Verkehrsversuche in Dresden, war auch der am Terrassenufer umstritten. Zuletzt wurde ein Verkehrsversuch am Blauen Wunder nach kurzer Zeit abgebrochen, zeitgleich wird am Flügelweg in Altcotta gerade eine neue Verkehrsführung getestet. (SZ/juj)