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Was aus dem Brandanschlag aufs "Mephisto" wurde

Im Februar 2019 brannte ein Imbisswagen vor einer Dresdner Gaststätte komplett aus. Der Wirt vermutete Linksextreme als Täter. Nun ist das Verfahren abgeschlossen.

Feuerwehrmänner verhinderten, dass die Flammen auf das Haus übergriffen, den Imbisswagen konnten sie nicht mehr retten.
Feuerwehrmänner verhinderten, dass die Flammen auf das Haus übergriffen, den Imbisswagen konnten sie nicht mehr retten. © Roland Halkasch

Dresden. In der Nacht zum 20. Februar stand plötzlich der Imbisswagen von Dirk König in Flammen. Die Flammen drohten auch auf seine Gaststätte "Mephisto" in Löbtau überzugreifen. Die Feuerwehr konnte das Gefährt löschen und so verhindern, dass die Flammen auf das Gebäude übergreifen. 

Die Ermittler gehen damals von vorsätzlicher Brandstiftung aus. König sieht einen Zusammenhang, weil die Dresdner AfD eine Veranstaltung im "Mephisto" geplant hatte. Mittlerweile sind die Ermittlungen abgeschlossen. 

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Das bestätigt Justizministerin Katja Meier (Grüne) auf eine kleine Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten André Wendt. "Im Ergebnis der durchgeführten Ermittlungen ist von einer vorsätzlichen Brandstiftung auszugehen", so die Ministerin.

Weshalb der Anschlag verübt wurde, bleibt allerdings unklar. Königs Vermutungen wurden nicht bestätigt. Obwohl kurz nach der Tat ein Bekennerschreiben auf der linken Internet-Plattform "Indymedia" aufgetaucht war und die Verfasser König eine Nähe zur AfD vorwarfen. Dies stritt König ab und sagte auch die Veranstaltung der AfD ab. Der Wirt fürchte weitere Anschläge und sogar um sein Leben.

"Ein Täter konnte jedoch nicht ermittelt werden", schreibt Meier in ihrer Antwort. Deshalb liegen "keine Erkenntnisse zu konkreten Hintergründen der Tat" vor. Das Ermittlungsverfahren wurde am 8. Juli 2020 eingestellt, "weil kein Täter ermittelt werden konnte".

Auch zur Echtheit des Bekennerschreibens könne keine Aussage getroffen werden, weil kein Autor ermittelt werden konnte. Bei den Ermittlungen sei aber eine Funkzellenabfrage durchgeführt worden. "Auch ein Abgleich mit ähnlich gelagerten Sachverhalten führte zu keinem Hinweis auf den oder die Täter", erläutert Ministerin Meier. 

Der Landtagsabgeordnete Wendt will sich mit der Antwort nun zufrieden geben. Die AfD nutze das "Mephisto" auch nicht mehr für öffentliche Veranstaltungen, sagt er auf Nachfrage - auch zum Schutz des Wirtes. 

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