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Dresden wirbt für Tourismus ab März

Die Stadt will die Corona-Müdigkeit nutzen, um Dresden potentiellen Besuchern schmackhaft zu machen. Wie das klappen soll.

Die Geschäftsführerin von Dresden Marketing, Corinne Miseer, will "Vorfreude auf bessere Zeiten" machen.
Die Geschäftsführerin von Dresden Marketing, Corinne Miseer, will "Vorfreude auf bessere Zeiten" machen. © Sven Döring/PR

Dresden. In Sachsen ist Dresden ohne Frage die erste Wahl, wenn es um den Tourismus geht. Mehr als 2,3 Millionen Übernachtungsgäste kamen allein 2019 - viermal mehr Menschen als Einwohner.

Doch die Corona-Krise hat den so wichtigen Wirtschaftszweig in der Landeshauptstadt mächtig in die Enge getrieben. Bis Ende Oktober 2020 lag der Einbruch bei den Gästezahlen in Dresden bei rund 40 Prozent.

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Schwere Zeiten - auch für das Stadtmarketing, das in pandemiefreien Zeiten mit "Elbflorenz" eine international begehrte Stadtmarke bewerben darf.

Geschäftsführerin Corinne Miseer hat deshalb mit ihrem Team lange überlegt, wie das funktionieren kann, "wenn sich die ganze Welt in einem Ausnahmezustand befindet und der Bewegungsradius im eigenen Land bei 15 Kilometern liegt".

Auf die Sehnsucht nach dem Reisen setzen

Die neue Ausgabe des "Dresden Magazin" setzt deshalb vor allem auf die Sehnsucht vieler Menschen, endlich wieder in den Urlaub fahren zu können. Man wolle sich vor allem auf Touristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz konzentrieren, so Miseer.

„Wir werben für einen Besuch von Dresden und der Region Elbland auch, ja gerade in dieser schwierigen Zeit. Denn Reisen ist heute für viele nicht nur ein wichtiges Stück Lebensqualität, sondern auch eine Strategie, um mit Vorfreude auf bessere Zeiten durch die Krise zu kommen", sagt die Geschäftsführerin.

Um die Zielgruppe zu erreichen, hat das Stadtmarketing groß aufgefahren. In Tageszeitungen von Salzburg bis zum Rheinland liegen insgesamt rund 240.000 Druckexemplare des Magazins bei, 54 Seiten hat das Heft.

Die inhaltlichen Schwerpunkte: Musik, Campen und die Frage, ob Dresden wirklich so schön ist wie sein Ruf. Selbstverständlich soll das Magazin Werbung für die Stadt als Reiseziel machen. Trotzdem wird in dem Heft die eine oder andere Kritik am Stadtbild aufgegriffen.

So heißt es im Text zum Titelthema neben viel Barocklob: " "Sperrig“ kann auch Dresden an manchen Ecken wirken. Kühle Funktionsbauten aus der Zeit nach dem Krieg bis in die jüngste Gegenwart machen es dem Besucher im ersten Moment schwer, die Stadt durchgängig schön zu finden."

Camper sollen wieder nach Dresden kommen

Die klassischen Hochkünste - sie nehmen auch im Werbemagazin viel Platz ein: Zwinger, Staatliche Kunstsammlungen, Alte Meister. Wer sie sehen wollte, kam im Sommer 2020 vor allem mit Wohnmobil oder Wohnwagen nach Dresden.

Viele Deutsche entdeckten in Zeiten der Pandemie das Campen für sich - auch aus Infektionsschutzgründen. Die Campingplätze in und um Dresden, sie waren teilweise Monate im Voraus ausgebucht, die Betreiber konnten sich vor Anfragen kaum retten.

Deshalb setzt das Stadtmarketing auch 2021 auf Urlaub in freier Natur. Im Magazin bekommen die Plätze im Stadtgebiet besondere Aufmerksamkeit, Touristen werden zusätzlich Badestellen empfohlen.

Ein weiterer Schwerpunkt: Veranstaltungen, von denen auch viele Dresdner hoffen, dass sie dieses Jahr wieder stattfinden können. Harley Days, Filmnächte am Elbufer, Harry Potter im Kulturpalast - und sogar der Striezelmarkt werden im gesamten deutschsprachigen Raum beworben.

Der erste Termin: Eine Weltraum-Ausstellung im Verkehrsmuseum ab März. Positiv bleiben heißt die Devise.

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