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Internationaler, jünger, weiblicher

Dresden hat jetzt den fünften Rotary Club. Der Neuling will ein anderes, schönes Bild der Stadt, jenseits von Pegida, zeigen.

Die Gründung des Rotary Club Dresden International fand via Zoom statt.
Die Gründung des Rotary Club Dresden International fand via Zoom statt. © Rotary Club Dresden International

Die Dresdner Rotary Clubs erhalten internationale Verstärkung. Vor wenigen Tagen gründete sich der Rotary Club Dresden International (RCDI) neu. Die insgesamt 22 Gründungsmitglieder aus England, Irland, Belgien, Russland, USA, Israel, Italien, Ägypten, Australien, Österreich, Spanien und Deutschland wollen dabei nach eigener Aussage neue Wege gehen. „Wir sind sehr froh, dass sich gerade in dieser schwierigen Zeit Menschen aus unterschiedlichen Ländern, Kulturen, Hintergründen und Berufen unter dem Dach von Rotary in Dresden zusammengetan haben,“ sagt John Wargin, Gründungspräsident des RCDI.

Der Dresdner Zusammenschluss sei „jünger und weiblicher als es für Service-Clubs üblich ist“. „Wir wollen einen lebhaften, engagierten Club schaffen, der neue Ideen und Projekte zum Wirken bringt. Diese sollen die internationale Seite, Vielfältigkeit und Innovationskraft dieser tollen Stadt erlebbar machen“, so Wargin weiter. Er kritisiert die „Überbetonung“ von Pegida und Fremdenfeindlichkeit in der Dresden-Berichterstattung. Das sei nur eine Facette, „unser Anliegen ist es, ein anderes Bild von Dresden zu zeigen“, so Wargin, selbst Amerikaner und vor einem Jahr in die sächsische Landeshauptstadt gezogen. Neben ihm gehören Julia Thombansen (41), Karoline Bünker (38), Jens-Peter Schulz (49) und Christoph Burmeister (46) zum Vorstand des Clubs.

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Kampf gegen Malaria als Schwerpunkt

Durch große Arbeitgeber zum Beispiel aus der Halbleiterindustrie wie Infineon, Bosch und Globalfoundries, aber auch durch die vielen Wissenschaftsinstitute steigt der Anteil internationaler Einwohner in Dresden. Ihnen will der Club eine Möglichkeit geben, sich zu vernetzen. Mehr Austausch und Vernetzung schwebt Wargin aber auch für die Startup-Szene der Stadt vor, etwa mit Gründern aus Israel.

Die Gründung des Clubs fand im Beisein des Distrikt Governors Thomas Fink via Zoom statt. Der neue Club ist der fünfte in der sächsischen Hauptstadt. Die Organisation selbst hat es sich zum Ziel gemacht, Menschen aus aller Welt zu verbinden, die sich ehrenamtlich dafür einsetzen, die humanitären Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen. Als einen Schwerpunkt will der neue Club zum Beispiel den Kampf gegen Malaria unterstützen.

Zu Rotary gehören über 35.000 Clubs in über 200 Ländern. Rotarische Einsätze erfolgen lokal und international, von der Hilfe für bedürftige Familien bis zum globalen Kampf gegen die Kinderlähmung. In Deutschland engagieren sich mehr als 56.000 Rotary-Mitglieder in rund 1.100 Clubs.

Weitere Informationen unter: www.linkedin.com/company/rotaryclubdresdeninternational

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