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Dresdens Straßen brauchen 150 Millionen Euro

Drei Großprojekte hat die Stadt in diesem Jahr zu Ende gebracht. Doch vor allem für Brücken und Busstrecken fehlt Geld.

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© Marco Klinger

Von Tobias Winzer

Die Bilanz des Straßen- und Tiefbauamtes für 2013 liest sich gut: Mit der Waldschlößchenbrücke, der Bautzner Straße/Bautzner Landstraße sowie der Borsbergstraße/Schandauer Straße wurden drei Großprojekte beendet. Um auch andere marode Straßen zu sanieren, wären weitere Großinvestitionen nötig. Vor den anstehenden Haushaltsverhandlungen für die Jahre 2015/2016 nennt Amtsleiter Reinhard Koettnitz einen Bedarf von 150 Millionen Euro dafür. Besonders hoch sei er bei den Ingenieurbauwerken, also den Tunneln und Brücken, und bei den Busstrecken.

Im abgelaufenen Jahr hat die Stadt insgesamt 33,7 Millionen Euro in das Verkehrssystem investiert. Nicht mitgerechnet sind die Fördermittel von Land, Bund und Europäischer Union. Dafür wurden neben der Bautzner Straße/Bautzner Landstraße und der Borsbergstraße/Schandauer Straße unter anderem die Mengsstraße in Übigau, die Rudolf-Renner-Straße in Cotta und die Hüblerstraße in Blasewitz saniert.

2014 geht es mit den Bauarbeiten rund um die Rudolf-Renner-Straße weiter. Außerdem stehen Sanierungen des Martin-Luther-Platzes, der Löbtauer Straße und der Bismarckstraße auf dem Programm. Auf der Schandauer Straße folgt der zweite Bauabschnitt von der Junghansstraße bis zur Ludwig-Hartmann-Straße. Spätestens im April beginnen auch endlich die Bauarbeiten auf der Albertbrücke.

Woher das zusätzlich benötigte Geld für die Straßen kommen soll, ist aber noch unklar. Angesichts der Millioneninvestitionen für neue Schulen und Kitas sowie für den Kulturpalast und das Kulturkraftwerk gibt es kaum noch Spielraum im Haushalt. Für die Instandhaltung von Straßen sind in den nächsten drei Jahren jeweils 40,2 Millionen Euro, 30,5 und 19,3 Millionen Euro eingeplant. Die Stadt geht aber davon aus, dass jedes Jahr mindestens 50 Millionen Euro nötig wären.