Sport
Merken

Dresdner Footballer mit deutlichem Sieg

Gegen Köln trumpfen die Monarchs groß auf und zeigen den Crocodiles erneut die Grenzen auf.

 3 Min.
Teilen
Folgen
Dresdens Spielmacher Zack Greenlee (l.) hatte auch in Bedrängnis meist die richtige Spielidee. Der Kalifornier ist wieder fit.
Dresdens Spielmacher Zack Greenlee (l.) hatte auch in Bedrängnis meist die richtige Spielidee. Der Kalifornier ist wieder fit. © Norbert Millauer

Dresden. Die Footballer der Dresden Monarchs haben die beiden unglücklichen Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Braunschweig und Hildesheim offenbar glänzend weggesteckt. Am Samstag setzten sich die Dresdner vor 2.630 Zuschauern gegen den Tabellenvierten Cologne Crocodiles aus Köln mit 42:7 (21:0) durch und festigten damit ihren dritten Platz in der Nordstaffel der zweigeteilten 1. Liga.

Dass die Gäste ihre zweithöchste Niederlage der Saison kassierten – nur Braunschweig gewann mit 45:7 noch ein bisschen deutlicher – hat zwei gewichtige Gründe. Einerseits traten die Kölner ersatzgeschwächt in der sächsischen Landeshauptstadt an. Andererseits haben die Dresden Monarchs derzeit gleich zwei amerikanische Quarterbacks mit außergewöhnlichen Fähigkeiten unter Vertrag. Und beide sind fit. Der nach einer Rippenprellung wiedergenesene Zack Greenlee führte seine Mannschaft als Spielmacher Nummer eins zu einer klaren Halbzeitführung. Dabei musste der 24-jährige Kalifornier nach einem regelwidrigen Rempler – den Ball hatte Greenlee schon geworfen – erneut vom Feld. Minuten später hatte er sich von dem Zusammenstoß aber wieder erholt. Für solche Eventualitäten steht derzeit Landsmann Glen Cuiellette bereit, den die Monarchs nach Greenlees Verletzung nachverpflichteten – zunächst bis zur Sommerpause, die nach dem kommenden Wochenende beginnt. „Beide haben sehr, sehr gut gespielt“, betonte Monarchs-Trainer Ulrich Däuber. „Natürlich ist es beruhigend, dass Zack wieder fit ist“. Ob Cuielette länger bleiben darf, also etwa bis zum Saisonende verpflichtet wird, ist weiter offen. 

Monarchs-Coach Ulrich Däuber durfte am Samstag mit seinem Team zufrieden sein.
Monarchs-Coach Ulrich Däuber durfte am Samstag mit seinem Team zufrieden sein. © Archivfoto: Lutz Hentschel

Zudem durfte auch die sogenannte zweite Garde der Sachsen wieder häufig aufs Feld. „Das haben sich die Jungs durch ihre Trainingsleistungen einfach verdient. Deshalb war in der Halbzeitpause klar die Marschroute, dass wir den Druck hochhalten und den Vorsprung ausbauen“, sagt Däuber. Seine Mannschaft hielt sich an die Vorgabe – sodass auch die sonstigen Ersatzleute unter Wettkampfbedingungen glänzen durften. Beispielsweise fing Manuel Behrends einen sensationellen 25-Yard-Pass des stark bedrängten Quarterbacks Glen Cuielette in der Endzone und sorgte so für den letzten Dresdner Touchdown – und für seinen ersten in dieser Saison.

„Wenn wir dort sein wollen, wo wir hingehören, müssen wir gegen Teams wie Köln solche Ergebnisse abliefern“, betonte Däuber, der mit seiner Mannschaft um den German Bowl, das Finale der Meisterschaft, mitspielen will. Dem ist Braunschweig einen Schritt näher, weil die Lions im Spitzenspiel die bis dato ungeschlagenen Hildesheimer mit 35:27 bezwangen. „Das macht unsere knappe und unnötige Niederlage in Hildesheim noch bitterer“, sagte Däuber, der sich ab Dienstag jedoch mit seiner Mannschaft auf das letzte Spiel vor der Sommerpause fokussiert – am Samstag in Potsdam.