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Nach Abbruch: Dresdner Handballer prüfen Einspruch

Rückschlag im Abstiegskampf: Die Partie gegen Hamm-Westfalen wird als verloren gewertet. Wehrt sich der Verein jetzt?

Vergeblich versuchten Mitarbeiter der BallsportArena am vergangenen Freitag, das Spielfeld wieder rutschfrei zu bekommen. © Christian Juppe

Die Hoffnungen waren vergebens: Das abgebrochene Handball-Zweitligaspiel zwischen dem HC Elbflorenz und dem ASV Hamm-Westfalen wird nicht wiederholt. Stattdessen wird die ursprünglich für den 1. März angesetzte Partie mit 2:0 Punkten und 0:0 Toren zu Gunsten der Gäste  gewertet. Diese Entscheidung traf die Handball-Bundesliga GmbH (HBL) am Mittwoch. Ob der HC die 14-tägige Einspruchsfrist wahrnehmen wird, „werden wir kurzfristig intensiv prüfen, ob und in welcher Weise wir dagegen vorgehen können“, sagte Präsident Uwe Saegeling am Donnerstag.

Das Schiedsrichterduo Lutz Pittner/Christian Moles  hatte die Begegnung am vergangenen Freitag in der 16. Spielminute beim Stand von 6:6 abgebrochen. Der Hallenboden in der BallsportArena war an mehreren Stellen zu glatt. Die Rutschgefahr ging nach ersten Erkenntnissen von vereinzelten Bodendeckeln auf der Hallenfläche aus. Aus den Fugen der Deckel war Silikonmasse ausgetreten und hatte sich durch die Schuhe der Akteure auf dem Spielfeld verteilt. Mittlerweile wurde bekannt, dass das Problem bereits seit einem Jahr existiert. 

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"Dieser Mangel konnte auch nach einer Spielunterbrechung nicht behoben werden, so dass die Sicherheit der Spieler bei Fortsetzung der Begegnung aus Sicht der Schiedsrichter nicht gewährleistet gewesen wäre. Der Heimverein trägt jedoch die Verantwortung dafür, dass ein Hallenboden zur Verfügung steht, der die Gesundheit der Spieler nicht gefährdet", heiß es in der HBL-Mitteilung.

Durch die Wertung des Spiels bleibt der HC Elbflorenz mit 16:32 Punkten auf dem 17. und damit auf einem Abstiegsplatz hängen. Gegen die Entscheidung kann innerhalb von zwei Wochen Einspruch bei der 2. Kammer des Bundessportgerichtes eingelegt werden. 

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Für die enttäuschten Besucher gibt es eine Lösung. „Die Ticketkosten zum Spieltag werden voll umfänglich rückerstattet“, sagt Saegeling. Alle betroffenen Zuschauer vom vergangenen Freitag müssen sich dafür genau an jene Stelle wenden, wo sie die Karten erhalten haben und bekommen den Betrag ausgezahlt