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Bischofswerda

Dresdner Kabarettist in Bischofswerda

Schauspieler Peter Flache und Musikerin Paula Pettersen kommen zum großen Finale der „Dorfpoeten“. Und es gibt zehn weitere Akteure im Rathaussaal.

Schauspieler und Kabarettist Peter Flache begeisterte im Radeberger Biertheater unter anderem als Laubenpieper. An diesem Freitag wird er in Bischofswerda für manche Pointe sorgen.
Schauspieler und Kabarettist Peter Flache begeisterte im Radeberger Biertheater unter anderem als Laubenpieper. An diesem Freitag wird er in Bischofswerda für manche Pointe sorgen. © Archivfoto: Thorsten Eckert

Bischofswerda. Am 27. September findet im Rathaussaal Bischofswerda die große Abschlussveranstaltung der (Dorf-)Poeten statt. Zehn ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter zwischen 14 und 70 Jahren lesen Auszüge aus ihren Kurzgeschichten vor. Als besondere Gäste werden an diesem Abend die Musikerin Paula Pettersen aus Dresden und der Kabarettist und Schauspieler Peter Flache Highlights aus ihren Programmen zeigen. „Der Abend verspricht spannende Geschichten und kurzweilige Gespräche mit den Poeten sowie unterhaltsamen Pointen mit Peter Flache, der auch durch seine legendären Auftritte im Radeberger Biertheater und Programmen auf dem Theaterkahn in Dresden bekannt ist“, sagt Norman Reitner, Ideengeber des Projektes, welches in Zusammenarbeit mit der Bischofswerdaer Buchhandlung Heinrich und der Stadtbibliothek realisisert wurde. Norman Reitner wird den Abend auch moderieren.

Peter Flache, Jahrgang 1969, arbeitete nach einer Tischlerlehre zunächst in seinem erlernten Beruf, bis er 1994 Kabarett und Theater für sich entdeckte. Seit 1996 ist er freischaffender Künstler. Seitdem ist er mit mehreren Soloprogrammen unterwegs – aktuell unter anderem mit Dieter und der Wolf, ein Kessel Flaches und Drei Kokosnüsse für Rumpelstilzchen. Doch er ist nicht nur auf der Bühne zu erleben. Er ist auch als Autor tätig. Damit dürfte er am Freitag in guter Gesellschaft sein.

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Mit dieser Veranstaltung findet das zu Jahresbeginn gestartete Projekt (Dorf-)Poeten seinen Höhepunkt und vorläufigen Abschluss. 24 Einsendungen wurden seit Mai eingereicht und im Internet veröffentlicht. Zur Veranstaltung am Freitag sollen die 24 Kurzgeschichten auch gedruckt als Broschüre vorliegen. Bei den (Dorf-)Poeten handelt es sich um keinen Schreibwettbewerb, betont Norman Reitner. Stattdessen ging es um den Spaß, Erlebtes oder Erdachtes aufzuschreiben.

Norman Reitner ist stets für eine Überraschung gut – spätestens, seitdem er vor einigen Jahren als damaliger Kulturamtsleiter der Stadt Bischofswerda Denkmale verhüllen ließ, um zu zeigen, was wir verlieren würden, würde es diese Denkmale nicht mehr geben. Einwohner und Gäste Bischofswerdas sollten so angeregt werden, wieder bewusst auf Denkmale zu schauen. Der Name „Dorfpoeten“ sei augenzwinkernd gemeint, sagte er zu Beginn seiner jüngsten Aktion der SZ: „Bischofswerda ist zwar Stadt, aber auch ländlicher Raum.“ Autor Lukas Rietzschel aus Görlitz, bekannt geworden durch seinen Ost-Roman „Mit der Faust in die Welt schlagen“ und jetzt durch die Bühnenfassung seines Stückes wieder in vieler Munde, zählt zu den Unterstützern der Aktion. „Städte bestimmen unseren politischen Diskurs und unseren Blick auf Kultur. Alles vermeintlich Abseitige wird mit dem Vermerk „Dorf“, „Peripherie“ oder „Land“ betitelt. „Provinziell“ ist, was ungenügend, aber mindestens schlecht gemacht und lausig durchdacht ist. Halten Sie dagegen, indem Sie diese Label annehmen“, schrieb Lukas Rietzschel in einem Grußwort zu den „Dorfpoeten“ und ermutigte somit, Geschichten zu schreiben. (SZ)

Die Veranstaltung am 27. September beginnt 19 Uhr im Rathaussaal Bischofswerda, Einlass ab 18 Uhr. Tickets gibt es im Vorverkauf in der Buchhandlung Heinrich und in der Stadtbibliothek sowie online. Erwachsene zahlen zwölf Euro Eintritt, Jugendliche bis 16 Jahre sechs Euro.

www.dorfpoeten.de