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Dresdner legen ihr Geld am cleversten an

Der Analyse einer Direktbank zufolge erzielen sie bundesweit die höchste Rendite – und gehen dafür höhere Risiken ein.

© dpa

Lars Radau

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Dresden. Die sächsische Landeshauptstadt ist nicht eben als Bankenmetropole bekannt. Dem Finanzzentrum Frankfurt am Main können ihre Einwohner trotzdem etwas vormachen: Einer Analyse der Direktbank ING DiBa zufolge erzielten Dresdner Anleger im ersten Halbjahr 2013 im Schnitt eine Rendite von 4,7 Prozent – mehr als doppelt so viel wie in der Main-Metropole. Dort liegt der Schnitt bei 2,2 Prozent.

Mit ihrer Performance markieren die Dresdner Depots auch bundesweit die Spitze einer Untersuchung, für die die DiBa gut 581.500 Kundendepots nach regionaler Herkunft, Alter und Geschlecht unter die Lupe genommen hatte. „Die Dresdner Privatanleger haben verstärkt und überdurchschnittlich auf Aktien und Aktienfonds gesetzt“, erläutert Alexander Baumgart von der DiBa. Zum Ende des Halbjahres waren ihre Depots zu 80 Prozent mit Aktien, Aktienfonds und Aktien-Indexfonds bestückt. Der Anteil des Geldvermögens, der dabei in Form von Aktien unmittelbar in Unternehmen investiert ist, liegt mit 43 Prozent beim Achtfachen des Bundesdurchschnitts. Die hohe Aktienquote bedeute zwar ein höheres Risiko als andere Anlagearten, ermögliche langfristig aber auch eine höhere Rendite, heißt es bei der DiBa. Im Schnitt konnten Anleger in den vergangenen 30 Jahren mit im Dax gelisteten Aktien 8,6 Prozent im Jahr verdienen – und das trotz aller Krisen und Crashs.

Den Dresdnern dicht auf den Spuren sind der Analyse zufolge Anleger in Hannover mit einer Rendite von 3,6 Prozent und Stuttgart mit 3,5 Prozent. Leipziger Depots rangieren mit durchschnittlichen Erträgen von 2,8 Prozent im Mittelfeld der 14 untersuchten Städte – aber immer noch ein gutes Stück vor Frankfurt am Main.

Die Ergebnisse legen zudem nahe, dass sich ein gewisser Langmut auszahlt, wenn das Investment nachhaltig Erträge bringen soll. Sowohl ältere Anleger als auch Frauen sind laut der Analyse deutlich erfolgreicher als der Durchschnitt. Das, so Baumgart, sei bei allen Unterschieden auf eine Gemeinsamkeit zurückzuführen: Beide Gruppen agierten bei ihren Anlagen eher langfristig, als hektisch auf Turbulenzen an den Märkten zu reagieren oder Trends hinterherzulaufen. Zudem investierten sie lieber in Dinge, die sie auch verstehen können.

Auch wenn Baumgart es nicht explizit sagt, ist der Umkehrschluss erlaubt: Auf die Nase fallen am ehesten jüngere Männer, die fix Feuer und Flamme für neue Produkte sind, ohne sich groß mit den Details auseinanderzusetzen. Die Herangehensweise der Dresdner skizziert die DiBa als „kontrollierte Offensive“. Dass ihr Erfolg kein Zufall ist, davon dürften sie ohnehin überzeugt sein. Schließlich hatten Dresdner Anleger schon bei einer ähnlichen Untersuchung der DAB-Bank vor vier Jahren den ersten Platz belegt.