merken

Dresdner leiden unter heißer Innenstadt

Fehlt den Menschen das kühlende Grün, verlieren sie schnell die Freude an der Wärme des Sommers. Das zeigt die jüngste Umfrage zum Stadtklima und dessen Wirkung auf das Wohl der Dresdner.

© Thomas Kretschel

Von Kay Haufe

Anzeige
Schwitzen um Mitternacht

Der Sauna Aufguss geht auch im Oktober in die Verlängerung. Das Freitaler "Hains" gibt noch einen Sekt gratis dazu.

Dresden. Obwohl noch nicht mal der Rekordsommer 2018 zur Debatte stand, sondern der ein Jahr zuvor, sind die Ergebnisse der Bürgerumfrage zum Klimawandel eindeutig: Rund 90 Prozent fühlen sich in der überhitzten Innenstadt nicht wohl. Sie wünschen sich mehr schattenspendende Bäume und Brunnen wünschen sich Brunnen, in denen sie die Füße kühlen können.

Die Stadt hat für die Umfrage 12 500 Dresdner im Alter zwischen 16 und 90 Jahren angeschrieben, 4 352 haben geantwortet. Sie wurden aus sechs Stadtteilen ausgewählt, die unterschiedlich stark bebaut sind, darunter Pieschen-Süd/Mickten, Blasewitz-Striesen oder Gorbitz. Die Befragten sind Mieter und auch Eigentümer von Wohnraum.

Die Auswertung ergab zum Beispiel, dass die Menschen in Pieschen besonders stark unter der sommerlichen Hitze leiden, weil es dort nur wenige Grünflächen gibt. Anders sieht es in Blasewitz aus, wo der Grünanteil wesentlich höher ist.

Ein Fazit aus der Umfrage ist nicht nur, dass die Stadt mehr Straßenbäume pflanzen will, sondern dass auch über die Hälfte der Befragten bereit ist, ihren Lebenswandel zugunsten des Klimas zu verändern.