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Dresden

Dresdner Museum soll zur Ruheoase reifen

Das Haus erhält 20.000-Euro-Förderung. Die Summe soll so investiert werden, dass die Dresdner profitieren.

Blick auf das Kraszewski-Museum in der Neustadt.
Blick auf das Kraszewski-Museum in der Neustadt. © SZ/Gunter Hübner

Das Kraszewski-Museum in Dresden soll zum grünen Rückzugsort wachsen: Daher plant die Museumsleitung, das Gartenareal in der Nordstraße 28 neu zu gestalten – und einen historischen Brunnen vor dem Hauptgebäude zu errichten. Diesen Vorschlag unterstützt der neue Stadtbezirksbeirat Neustadt: In seiner ersten Sitzung am Montag hat das Gremium eine Förderung von 20 000 Euro beschlossen. Mit dem Geld soll laut Joanna Magacz, Leiterin des Kraszewski-Museums, eine Entwurfsplanung für einen Brunnen auf den Weg gebracht werden. Nur drei Monate bleiben, denn bis zum Jahresende soll bereits ein Auftrag für ein Planungsbüro erteilt werden.

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Laut Magacz hat der Garten eine wichtige Funktion für den Stadtbezirk Neustadt. „Neben dem Alaunpark wird er regelmäßig durch Bewohner als grüne Oase genutzt.“ Das ist während der Öffnungszeiten zwischen 13 und 18 Uhr möglich. Und in Zukunft möglicherweise länger.

In der Vergangenheit gehörte zum Museumsgarten ein Brunnen, der bis Mitte der 70er-Jahre zu sehen war. Die Gründe seines Verschwindens führt Magacz nicht aus. Im Zuge einer Sanierung des Hauses, die 1999 teilweise realisiert wurde, blieb der Garten unberührt. Die finanziellen Mittel hätten damals nicht ausgereicht. Die Idee zum Wiederaufbau des Brunnens wurde 2018 durch eine deutsch-polnische Studentengruppe aufgegriffen. Die Entwürfe der TU Dresden und Universität Breslau wurden vom Landesamt für Denkmalpflege sowie dem Amt für Denkmalschutz begrüßt. Für die Realisierung setze man auf Förderungen und Spenden.

Das 1960 gegründete Haus gehört zum Verbund städtischer Museen. Angesiedelt ist es an der Wirkungsstätte des polnischen Schriftstellers Jozef Ignacy Kraszewski (1812–1887), der den berühmten Romanzyklus „Sachsen-Trilogie“ schrieb. (SZ/mes)