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Dresden

Dresdner Senioren fallen auf Betrüger rein

Eine alte Dame übergab einer Botin 9.000 Euro, weil sie dachte, ein Verwandter ist in Not. Es gab etliche weitere Fälle. Die Polizei ermittelt.

Die Polizei ermittelt jetzt in einer ganzen Serie von Betrügereien.
Die Polizei ermittelt jetzt in einer ganzen Serie von Betrügereien. © Symbolfoto: SZ/Uwe Soeder

Am Montag ist eine Dresdner Seniorin auf den sogenannten Bekanntentrick hereingefallen. Laut Polizei rief ein Unbekannter die 83-Jährige an und fordert wegen einer Notlage 19.000 Euro von der Frau. Er gab sich als Bekannter aus. 

Die alte Dame fiel darauf rein und übergab einer Botin daraufhin 9.000 Euro, so die Polizei. Erst danach fiel der Betrug auf, als sich die richtigen Verwandten bei der Dame meldeten - doch da war das Geld schon weg. Die Polizei ermittelt. 

Das war allerdings nicht der einzige Fall dieser Art in den vergangenen Tagen. Wie die Polizei am Dienstagnachmittag mitteilt, haben seit letztem Freitag Unbekannte gleich mehrfach versucht, auf verschiedene Weise an das Geld andere Menschen zu gelangen.  In drei Fällen erbeuteten sie dabei insgesamt mehrere Tausend Euro Bargeld. 

So wurde auch eine 91-Jährige ihr Opfer: Sie bekam Besuch von einem angeblichen Mitarbeiter einer Krankenkasse. Dieser gab vor, Geldbeträge eintreiben zu wollen. Nachdem in einem Telefongespräch mit einer vermeintlichen Krankenkassenmitarbeiterin der Betrag von 1.800 Euro auf 250 Euro reduziert wurde, übergab die Seniorin das Geld.

In einem weiteren Fall wurde einem 38-Jährigen am Telefon ein Gewinn in Höhe von über 28.000 Euro offeriert. Vor der Auszahlung müsse er Gebühren in Form von Gutscheinkarten überweisen. Der Mann kaufte Karten im Wert von 900 Euro und übermittelte die Codes. Als daraufhin der Gewinn und die Gebühren stiegen, wurde er misstrauisch und verständigte die Polizei. 

Ein 76-jähriger Dresdner wurde von einem vermeintlichen Mitarbeiter eines Computerunternehmens angerufen. Der Anrufer meinte, dass er Schadprogramme auf dem Computer entdeckt habe und diese entfernen könnte. Dafür bekam er Zugriff auf den Rechner des 76-Jährigen. Als dieser für die Beseitigung der angeblichen Störungen 500 Euro zahlen sollte, bemerkte er den Betrug und bezahlte die Summe nicht.

In mindestens sieben weiteren Fällen versuchten Anrufer mit ähnlichen Sachverhalten an Geld zu gelangen. Die Angerufenen durchschauten die Betrugsversuche allerdings schon im Ansatz, sodass kein weiterer Schaden entstand. (SZ/jv, noa)

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