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Dresden

Dresdner SPD hat neuen Chef

Albrecht Pallas will als Vorsitzender nun vieles ändern, um seine Partei wieder stärker zu machen.

Albrecht Pallas wurde am Samstag zum neuern SPD-Vorsitzenden in Dresden gewählt.
Albrecht Pallas wurde am Samstag zum neuern SPD-Vorsitzenden in Dresden gewählt. © René Meinig

Mit 86,99 Prozent wurde Albrecht Pallas am Samstagnachmittag zum neuen Dresdner SPD-Vorsitzenden gewählt. Der 39-Jährige bekam 127 von 146 Stimmen und ist damit sehr zufrieden. "Das ist ein gutes Ergebnis." Pallas folgt damit Richard Kaniewski auf den Chefposten, der nach dem schlechten Ergebnis zur Stadtratswahl im vergangenen Jahr zurückgetreten war. Nur 8,8 Prozent der Dresdner gaben der SPD damals ihre Stimme. 

Das will Pallas nun ändern. Mit Themen, die den Dresdnern wichtig sind: "Wir müssen dafür sorgen, dass es bezahlbare Wohnungen gibt und dass die Dresdner gern auf Bus und Bahn umsteigen." In der Arbeitsmarktpolitik gehe es etwa darum, Angestellten in Zulieferunternehmen für die Automobilbranche  mit Fortbildungen Alternativen zu bieten. Dort werde es in den kommenden Jahren große Veränderungen geben, so Pallas. Um den Wirtschaftsstandort stärken, müsse Dresden außerdem neue Unternehmen in die Stadt holen. "Wir dürfen uns nicht auf der Halbleiterindustrie ausruhen."  

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Pallas will sich auf die Kernkompetenzen seiner Partei konzentrieren: Arbeit, Soziales, Bildung, gesellschaftlicher Zusammenhalt, aber auch Klimaschutz, Energiepolitik und die Verkehrswende. Mit einer guten Arbeit im Stadtrat will Pallas diese Themen politisch umsetzen, fordert dafür von seiner Partei künftig mehr Verhandlungsgeschick. Zu schnell kompromissbereit sei die SPD zuletzt gewesen. "Wir müssen wieder wahrnehmbarer werden." Sein Ziel: ein klarer Außenauftritt.

Albrecht Pallas ist eigentlich Polizeibeamter. 2004 trat der Kriminaloberkommissar in die SPD ein, 2009 wurde er Stadtrat, fünf Jahre später dann Landtagsabgeordneter. Seitdem ist der Berufspolitiker vom Polizeidienst freigestellt. Er ist verheiratet und hat mit seiner Frau drei Kinder.

Zum Wahlparteitag war übrigens auch der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Kevin Kühnert ins Rathaus gekommen. "Das zeigt seine Wertschätzung für die Arbeit der SPD in Dresden", sagte Pallas. (SZ/noa, awe)

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