merken

Dresdner Straße bleibt länger Nadelöhr

Die Bauarbeiten in der Nähe des Freitaler Klinikums verzögern sich. Schuld daran sind Hindernisse unter der Straße.

© Karl-Ludwig Oberthür

Von Tobias Winzer

Freital. Mit dem Ende der Sanierungsarbeiten an der Poisentalstraße ist in den vergangenen Tagen eine Engstelle in Freitals Hauptstraßennetz verschwunden. Doch wie jetzt bekannt wurde, dauern dafür die Bauarbeiten an einer anderen entscheidenden Stelle in der Stadt länger als geplant. Die halbseitige Sperrung an der Ecke Dresdner Straße/Güterstraße sollte ursprünglich Mitte Oktober wieder aufgehoben werden. Wie das Freitaler Rathaus nun mitteilt, ist ein Ende der Bauarbeiten erst für Ende November in Sicht. Autofahrer müssen sich damit rund sechs Wochen länger mit Umleitungen und Staus an der Stelle abfinden.

Anzeige
Fahrzeugeinrichtung nach Maß
Fahrzeugeinrichtung nach Maß

HOLDER ist der Spezialist für individuelle Fahrzeugeinbauten.

© Grafik: SZ

Grund für die Einengung sind Arbeiten an den unterirdisch liegenden Leitungen. Bereits seit Mai 2016 werden an der Dresdner Straße in Deuben und Hainsberg neue Gas- und Wasserleitungen verlegt, weil die alten marode waren. Dabei handelt es sich um ein gemeinsames Bauprojekt der Freitaler Strom und Gas (FSG) und der Wasserversorgung Weißeritzgruppe (WVW). Das Vorhaben unterteilt sich in drei Bauabschnitte mit fünf Bauphasen. Der komplizierteste und zugleich letzte Bauabschnitt befindet sich an der Dreifachkreuzung der Dresdner Straße mit der Bürger-, Krönert- und Güterstraße.

Die Straße ist dort so eng, dass der Verkehr nicht zweispurig an der Baustelle vorbeigeführt werden kann. Die Straße musste Anfang Juni halbseitig gesperrt werden. Wer aus Richtung Dresden kommt, kann weiterhin die Dresdner Straße benutzen. Die Autofahrer, die aus Richtung Tharandt kommen, können die Dresdner Straße nicht weiterfahren. Sie müssen in die Krönertstraße abbiegen, nach links in die Wehrstraße fahren und gelangen so zurück auf die Dresdner Straße. Diese Umleitung hat nun noch länger Bestand.

Überraschung unter der Erde

Wie das Rathaus mitteilt, sind im Abschnitt Dresdner Straße/Güterstraße derzeit schon rund 95 Prozent der neuen Wasserleitungen verlegt. Die Prüfung der Dichtheit und Keimfreiheit wird vorbereitet.

Die Verzögerungen bei den Bauarbeiten hängen unter anderem mit neuerlichen Überraschungen unter der Erde zusammen. In dem Bereich, wo die neuen Wasserleitungen an die vorhandenen angebunden werden sollen, liegen Leitungen anders als in den Plänen eingezeichnet. Deswegen müsse umgeplant werden, wie Rathaussprecher Matthias Weigel mitteilt. Bereits in der Vergangenheit war es während der Vielzahl der Leitungen, die sich dort unter der Straße befinden, zu Verzögerungen gekommen.

Bei Aldi wird es eng

In den nächsten Wochen muss außerdem noch eine größere Baugrube gegenüber der Bürgerstraße ausgehoben werden. Die halbseitiger Sperrung der Aldi-Einfahrt ist dafür nötig. Damit der Verkehr trotzdem rollen kann, muss die Fahrbahn provisorisch über den Fußweg geleitet werden. Die Baugrube wird zum Anschluss der ausgewechselten Leitung an die vorhandene Rohrleitung benötigt.

„Wir bitten die Anwohner, Verkehrsteilnehmer und alle anderen Betroffenen um Verständnis“, so Rathaussprecher Matthias Weigel angesichts der Verzögerungen. „Es ist eine sehr komplexe Baumaßnahme an einer neuralgischen Stelle. Leider gab und gibt es Widrigkeiten.“ Unter anderem nicht eingezeichnete Leitungen und Kabel hätten zu mehrfachen Umplanungen und Änderungen während des Baus geführt. Außerdem müsse man stets die erforderliche Sicherheit auf der Baustelle gewährleisten.