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Dresden

Dresdner Tourismus-Jahr begann gut

Bevor die Corona-Krise die Hotels traf, war ein neues Rekordjahr in Sicht. Aus diesen Ländern kamen besonders viele Touristen.

Ein schon fast ungewohntes Bild: Touristen vor der Dresdner Semperoper.
Ein schon fast ungewohntes Bild: Touristen vor der Dresdner Semperoper. © Marion Doering (Archiv)

Dresden. Vor vier Monaten noch dürften viele Dresdner Hoteliers von einem neuen Rekordjahr geträumt haben. Das war, bevor die Coronavirus-Epidemie den Tourismus weltweit zum Erliegen brachte. Wie erfolgreich die Dresdner Häuser in das Jahr 2020 starteten, zeigen nun Zahlen der Dresden Marketinggesellschaft (DMG).

Demnach kamen im Januar 14 Prozent mehr Gäste. Außerdem wurden 12 Prozent mehr Übernachtungen gebucht als im Januar 2019. Erfreulich: Sowohl aus dem Inland, als auch aus dem Ausland kamen deutlich mehr Besucher.

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Erstaunlich ist vor allem das gestiegene Interesse aus der Schweiz. Aus dem Nachbarland wurden 34 Prozent mehr Übernachtungen gebucht. Erstaunlich ist das deshalb, da nach einem Reisehinweis weniger Menschen nach Dresden reisten. Vor knapp zwei Jahren richteten sich die Schweizer Behörden an ihre Landsleute: In den großen Städten könne es zu Problemen kommen. "Lassen Sie in der Umgebung von Demonstrationen Vorsicht walten, da Ausschreitungen möglich sind." Anlass waren damals die Krawalle in Chemnitz. Bis heute ist der Hinweis gültig. Auch auf die latente Terrorgefahr in Deutschland macht die Schweiz weiterhin aufmerksam.

Die meisten ausländischen Touristen kamen im Januar aus Russland, gefolgt von Polen. Stark aufgeholt auf Platz drei haben die Tschechen, die für gewöhnlich nur tagsüber in der sächsischen Landeshauptstadt bleiben und abends wieder nach Hause fahren. Die Zahlen der DMG weisen hier ein Wachstum von 42 Prozent auf 3.322 Übernachtungen aus.

Wie sehr sich die Corona-Epidemie auf den Dresdner Tourismus auswirkt, dürfte erstmals mit den Februar-Zahlen sichtbar werden, die im April erscheinen. Damals war China das Epizentrum. Chinesische Gäste buchten im Februar 2019 reichlich 4.000 Übernachtungen an der Elbe. Die März-Zahlen, die ebenfalls zwei Monate später veröffentlicht werden, spiegeln dann auch die Krise in Deutschland wider. (SZ/sr)

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