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Dresdner Winzer räumt Fehler ein

Bei dem verbotenen Rebenschutzmittel, das in einem Dresdner Wein gefunden wurde, handelt es sich um den Anti-Pilz-Wirkstoff Iprodion.

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© Symbolbild/dpa

Dresden. Bei dem verbotenen Rebenschutzmittel, das in einem Dresdner Wein gefunden wurde, handelt es sich um den Anti-Pilz-Wirkstoff Iprodion. Das hat Winzer Stefan Bönsch am Freitag auf seiner Internetseite mitgeteilt. Seinen Wein hatte das Lebensmittelüberwachungsamt beanstandet. Das Mittel habe er laut eigener Aussage von einem anderen Winzer übernommen. Allerdings sei die Dose nicht entsprechend beschriftet gewesen. Gespritzt habe er es trotzdem. „Der Plan war, die 223 Liter vor Füllung untersuchen zu lassen, ob der Wein verkehrsfähig ist“, schreibt Bönsch.

Er habe den Wein den Lebensmittelkontrolleuren mitgegeben, als sich diese für den 18. Februar angekündigt hatten. „Wir haben alles getan, um keinen Schaden entstehen zu lassen.“ Der Wein sei nie abgefüllt und verkauft worden. Das hat die Dresdner Stadtverwaltung diese Woche gegenüber der SZ bestätigt. „Ich habe meinen Fehler rechtzeitig erkannt.“ Bönsch rechnet mit einem Bußgeld, da er ein für den Weinbau nicht mehr zugelassenes Pflanzenschutzmittel eingesetzt hat. Iprodion wird unter anderem gegen Mehltau eingesetzt. Mehrere sächsische Weinbauern hatten gefordert, dass sich alle Winzer, deren Weine beanstandet wurden, zu erkennen geben sollen. Sonst würden alle Winzer unter Generalverdacht geraten. Bei sechs sächsischen Weinbaubetrieben ist dieses Jahr bereits Pflanzenschutzmittel in Weinen nachgewiesen worden. (SZ/sr)