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Drewag baut neues Heizkraftwerk

Um flexibler Strom und Wärme zu erzeugen, investiert das Unternehmen 95 Millionen Euro in eine moderne Anlage. Für die Kunden wird’s aber nicht teurer.

© Drewag

Von Nora Domschke

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Noch ist ein Stück Dresdner Technikgeschichte auf dem Drewag-Gelände in Reick zu sehen. Der Schornstein wird täglich kürzer, im Frühjahr wird er dann ganz verschwunden sein. Ein Ende der Bauarbeiten ist allerdings nicht in Sicht. Bereits in einem Jahr fällt der Startschuss für das nächste Großprojekt: Ein modernes Heizkraftwerk soll auf dem Areal an der Liebstädter Straße entstehen, Mitte 2021 wird die neue Anlage in Betrieb genommen.

Am Mittwochabend hat der Drewag-Aufsichtsrat dem 95 Millionen Euro teuren Großprojekt zugestimmt. „Ich freue mich, dass uns jetzt der wichtige Vorbescheid des Bundesamtes zur Förderung unserer geplanten Anlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz übersandt wurde“, sagte Aufsichtsratsvorsitzender und Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Drewag-Geschäftsführer Frank Brinkmann versichert, dass die Fernwärmepreise für die Kunden aber nicht steigen.

Die Anlage besteht aus acht Modulen, die jeweils Strom und Wärme erzeugen. Das Besondere: Sie kann bei Bedarf mithilfe von gespeicherter Druckluft schnell gestartet werden. Damit soll dieses Kraftwerk perspektivisch Teile des Heizkraftwerkes an der Nossener Brücke ersetzen. Bislang ging die Drewag davon aus, dass das Kraftwerk dort nur noch bis 2035 genutzt werden kann. Durch den Einsatz der neuen Anlage in Reick könnte sich dessen Lebensdauer nun verlängern. Durch die moderne Technik wird zudem der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid reduziert – um mehr als 100 000 Tonnen pro Jahr. Mit dem neuen Kraftwerk soll künftig auch die Versorgung neuer Industrieansiedlungen in der Landeshauptstadt gesichert werden.