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Dringend gesucht: Plätze für Flüchtlinge

Täglich kommen mehr als 100 Asylsuchende in Sachsen an. Das stellt den Freistaat vor Probleme. Aber nicht überall sind sie gleich problematisch.

© dpa

Dresden. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat Sachsen vorgeworfen, zu wenig Plätze zur Erstaufnahme von Asylbewerbern bereitzustellen. Derzeit kommen täglich mehr als 100 Asylsuchende an. Seit Jahresbeginn hat der Freistaat mehr als 2 600 Flüchtlinge aufgenommen. Die Situation ist regional aber sehr unterschiedlich.

So muss  Dresden derzeit nicht auf Notunterkünfte zurückgreifen, Flüchtlinge können bis Ende März in den vorhandenen Einrichtungen untergebracht werden. Erst wenn die Zahlen danach weiter steigen, müssten eventuell zusätzliche Unterkünfte gefunden werden.

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Anders die Lage in den Landkreisen: Seit Freitag leben in Meißen 106 Asylbewerber in einem neuen provisorischen Notquartier. Das vierstöckige Bürohaus war in einer Hau-Ruck-Aktion in nur zwei Tagen für die Flüchtlinge hergerichtet worden. In Hoyerwerda wird ein Jahr nach der Schaffung eines regulären Asylbewerberheims ab Anfang März eine Turnhalle zur Notunterkunft umfunktioniert, mit maximal 70 Plätzen. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mietet ein Hotel in Freital zur Unterbringung von bis zu 200 Flüchtlingen an.

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Ab März werden in Bautzen in einer ehemaligen Berufsschule rund 60 Plätze eingerichtet. Außerdem wird die bestehende Notunterkunft in einer Turnhalle in Großröhrsdorf ab sofort von 50 auf 70 Plätze aufgestockt. In Neukirch plant der Landkreis Bautzen 90 Plätze für Asylbewerber. Ursprünglich sollten es 140 Plätze sein. Dagegen hat sich das Dorf gewehrt. (SZ)