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Dritter Anlauf für Brücken-Idee

Mit einer Laserprojektion wollen Bautzens Stadträte die Querung übers Spreetal verdeutlichen. Doch zweimal musste das Event bereits verschoben werden.

© Entwurf: Prof. Manuel Bäumler

Von Marleen Hollenbach

Bautzen. Auf die geplante Laserprojektion müssen die Bautzener noch eine Weile warten. Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD) hat jetzt in Aussicht gestellt, dass das Event im November bei der Einkaufsnacht „Romantica“ stattfinden könnte. Auch kündigte Ahrens an, dass er Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zu diesem Event einladen will. Dieser soll laut dem Bautzener OB ein großer Fan der Idee sein. Die Stadträte Mike Hauschild (FDP) und Karl-Heinz Lehmann (Bürgerbündnis Bautzen) waren auf die Idee gekommen. Sie wollen mit einem Laser den geplanten Brückenverlauf zwischen Protschenberg und Ortenburg verdeutlichen und so den Bürgern die Chance geben, sich das Projekt besser vorstellen zu können.

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Die Romantica ist schon der dritte Anlauf für das Laserprojekt. Ursprünglich hatten die Stadträte die Veranstaltung bereits am Ostersonnabend geplant. Doch nach Querelen um den Termin mussten sie das Event kurzfristig absagen. Daraufhin schlug Ahrens den Bautzener Frühling als Datum für die Laserprojektion vor. Doch auch das klappte nicht. Als Begründung nannte der OB, dass die Stadträte keine Initiative ergriffen hätten.

Die Stadträte wiederum ließen die Vorwürfe nicht auf sich sitzen. In einem Gespräch hätten sie dem Bautzener OB gesagt, dass es schwierig sei, Sponsoren zu finden, und dass es gut wäre, wenn die Stadt das Event finanziert. Etwa 3 000 Euro wird die Projektion kosten.

Das Thema Spreebrücke polarisiert wie kaum ein anderes in Bautzen. Befürworter betonen, wie gut es wäre, wenn Touristen und Pendler zukünftig ihre Fahrzeuge am Stadtrand abstellen und über die 120 Meter lange Brücke direkt in die Altstadt laufen könnten. Die Gegner der Spreebrücke wollen hingegen das beeindruckende Stadtpanorama so erhalten, wie es ist.

Die verschiedenen Meinungen möchte sich Bautzens Oberbürgermeister jetzt im Sommer anhören. Ende August rechnet Alexander Ahrens damit, dass die Technische Universität Dresden drei realistische Vorschläge zur Brücke vorlegt. Darüber könne dann diskutiert werden, meint er. Auch eine Abstimmung zur Brücke schließt Ahrens nicht aus.

Zwar sind laut Rathaus noch viele Fragen zu prüfen, unter anderem die Finanzierung, der Denkmalschutz und die Folgen für die Umwelt. Ein Baubeginn in drei bis vier Jahren wäre aber realistisch.