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Zittau

Dritter Anlauf im Oderwitzer Raub-Prozess

Ein 26-Jähriger und ein 33-Jähriger aus Kottmar sollen einen Mann zusammengeschlagen und bestohlen haben. Doch es gibt Zweifel.

Symbolbild.
Symbolbild. © Claudia Hübschmann

Das Landgericht Görlitz startet am 30. April um 9.30 Uhr im Saal 206 einen dritten Anlauf im Prozess gegen zwei 26 und 33 Jahre alte Männer aus Kottmar wegen mutmaßlichen schweren Raubes.

Den Angeklagten wird vorgeworfen, am 20. Oktober 2017 gegen 22.45 Uhr in Oderwitz einem Mann vor dessen Wohnung aufgelauert und von hinten mit einer Zaunlatte niedergeschlagen zu haben, wodurch er kurzzeitig das Bewusstsein verlor. Anschließend folgten laut Anklage Faustschläge und Fußtritte. Dem völlig widerstandsunfähigen Opfer hätten die Angeklagten 230 Euro Bargeld und 19 Flaschen Bier weggenommen und anschließend in seiner Wohnung Gegenstände im Wert von 700 Euro zerstört. Der Geschädigte erlitt eine Mittelgesichtsfraktur, ein Gesichtsnerv ist zerstört und nicht rekonstruierbar.

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Die Verhandlung sollte bereits im August 2018 stattfinden. Doch der erste Anlauf scheiterte, weil über die Angeklagten forensisch-psychiatrische Gutachten eingeholt werden mussten. Schließlich hatte bei beiden Angeklagten der Konsum von Alkohol und wohl auch Drogen im Tatzeitraum eine erhebliche Rolle gespielt. Außerdem bestanden nach den Aussagen beider Männer erhebliche Zweifel daran, ob es tatsächlich zu einem schweren Raub gekommen war.  Im Herbst 2019 musste das Verfahren erneut ausgesetzt werden, weil ein Schöffe kurzfristig akut erkrankte und sich in stationäre Behandlung begeben musste. "Dadurch konnte die Verhandlung nicht innerhalb der zulässigen Dreiwochenfrist fortgesetzt werden." 

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