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Drittes Todesopfer nach Wurst-Verzehr

Hessens Ministerin für Verbraucherschutz bestätigt nun insgesamt drei Todesfälle im Skandal um keimbelastete Wurst des Herstellers Wilke.

Ein Firmen-LKW-Anhänger steht auf dem Werksgelände des nordhessischen Wurstherstellers Wilke in Twistetal.
Ein Firmen-LKW-Anhänger steht auf dem Werksgelände des nordhessischen Wurstherstellers Wilke in Twistetal. © Uwe Zucchi/dpa

Darmstadt. Im Skandal um mit Keimen belastete Wurst geht Hessens Verbraucherschutzministerin Priska Hinz (Grüne) jetzt von drei Todesopfern aus. 

"Seit gestern wissen wir drei Todesfälle", sagte sie am Freitag in Darmstadt. Nach einem Bericht des Robert-Koch-Instituts sind Patienten in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt "direkt oder indirekt an der Listeriose" verstorben. 

Der nordhessische Landkreis Waldeck-Frankenberg, der für die Überwachung und die Schließung der Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH in Twistetal-Berndorf verantwortlich war, sprach bislang von zwei Opfern aus Südhessen. (dpa)

Liste betroffener Produkte und Marken auf Lebensmittelwarnung.de

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