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Riesa

Drogen-Deal wird erneut Fall für Justiz

Das Amtsgericht Dresden schickt einen Libyer wegen Diebstahls und Weitergabe von Haschisch drei Jahre ins Gefängnis. Jetzt geht sein Verteidiger in Berufung.

©  dpa / Symbolbild

Riesa/Dresden. Nach dem Urteil hatte es sich bereits angedeutet, jetzt ist es Gewissheit: Der Prozess um einen Asylbewerber aus Libyen, der vom Amtsgericht Dresden wegen bandenmäßigen Diebstahls und der Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden war, wird neu aufgerollt.

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 Wie Birgit Keeve, Sprecherin des Amtsgerichts Dresden, auf Nachfrage der SZ mitteilte, hat Robert Tietze, Verteidiger des Verurteilten Mohammad S., Berufung eingelegt.

Beweismaterial tendenziös?

Tietze hatte schon in der Verhandlung betont, dass Mohammad S. die Beteiligung an einem bandenmäßigen Diebstahl in mehreren der angeklagten Fälle nicht nachweisbar sei. Zudem forderte er, die Videos der Überwachungskameras des Regionalexpresses von Leipzig nach Dresden zu sehen.

 In diesem soll Mohammad S., der in der Riesaer Asylbewerberunterkunft Am Birkenwäldchen lebte, gemeinsam mit anderen Männern mehrfach gestohlen haben. Die Polizei hatte Standbilder aus diesen Videos als Beweismaterial zusammengestellt. Das sei jedoch tendenziös ausgewählt worden, argumentierte Tietze.

 Die Videos würden zeigen, dass Mohammad S. nicht beteiligt gewesen sei.

 Das Gericht lehnte die Ansicht dieser Videos aber ab. Auch im zweiten Anklagepunkt, der Weitergabe von Haschisch an einen minderjährigen Riesaer, hatte Tietze Zweifel, dass es sich tatsächlich um zehn Fälle handelte. 

Nun muss sich das Landgericht Dresden mit dem Fall beschäftigen. (SZ/ksh)