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Bischofswerda

Drogenplantage in Wohnung entdeckt

Ein Notfall-Einsatz von Polizei und Rettungsdienst in Bischofswerda nahm eine überraschende Wendung.

In der Karl-Liebknecht-Straße in Bischofswerda rückte am Mittwochvormittag die Polizei an. Auch Feuerwehr und Rettungsdienst waren vor Ort. © Rocci Klein

Bischofswerda. Ein Polizeieinsatz sorgte am Mittwochvormittag in der Karl-Liebknecht-Straße in Bischofswerda für Aufsehen. Bewohner eines Hauses hatten hatten im Treppenaufgang  mehrere Blutspritzer gesichtet. Weil sie sich Sorgen um einen Mitbewohner machten, zu dessen Tür die Spur führte, informierten sie die Polizei. Die forderte daraufhin auch den Rettungsdienst an sowie auch die Feuerwehr, die eine Notöffnung  der Tür vornehmen kann.  

Die Feuerwehrleute mussten allerdings nicht eingreifen, denn nach unzähligen Klingel-Versuchen öffnete der Bewohner doch die Tür. Eine medizinischer Notfall lag nicht vor, sagte Polizeisprecher Philipp Marko der SZ. "Allerdings fiel den Polizisten eine provisorisch errichtete, aber unbestückte Hanfplantage neben verschiedenen szenetypischen Utensilien ins Auge. Deshalb erfolgte sofort die Durchsuchung der restlichen Räume der Wohnung", so Marko. Diese förderte eine bestellte Indoorplantage zu Tage, bestückt mit ungefähr 30 Cannabispflanzen. Überdies fanden die Beamten unter anderem ein Belichtungssystem, Ventilatoren und Samen.

Gegen den 30-jährigen Bewohner wurden Ermittlungen eingeleitet. Die Untersuchgen der Kriminalpolizei dauern noch an. 

Übrigens: Ob es sich bei den Spritzern im Treppenhaus, die die Nachbarn in Sorge versetzt hatten, tatsächlich um Blut gehandelt hat, steht noch nicht fest, sagte der Polizeisprecher. (SZ)

Diese Cannabispflanzen wurden in der Wohnung gefunden. © Polizei