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Görlitz

Drogenschmuggel über die Neiße

Vier Görlitzer waren beim Wasserkraftwerk Ludwigsdorf unterwegs. Dass sie sich nur zum Biertrinken trafen, glaubte ihnen die Bundespolizei nicht.

Symbolbild.
Symbolbild. © Daniel Karmann/dpa

Die Bundespolizei hat am späten Mittwochabend den Ausflug von vier Görlitzern mit polnischen Wurzeln gestoppt, die vermutlich Drogen über die Neiße geschmuggelt haben. Das teilt Sprecher Michael Engler mit.

Gegen 23 Uhr informierte ein Anrufer die Dienststelle, dass sich Personen beim Wasserkraftwerk Ludwigsdorf aufhalten. Bundespolizisten machten sich mit Streifenwagen auf den Weg. Zeitgleich flog eine Hubschrauber-Besatzung zum Einsatzort. "Diese beobachtete kurz darauf Personen, die durch den Fluss wateten und einen Pkw in der Nähe", berichtet Michael Engler. Das polnische Auto konnte später noch auf dem Feldweg zur Rothenburger Landstraße gestellt werden. In dem Fahrzeug saßen vier Männer im Alter von 23, 31, 31 und 36 Jahren.

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Dass sie zuvor durch die Neiße gelaufen waren, daran bestand kein Zweifel. Schließlich tropften noch die Kleidung und die Schuhe der beiden 31-Jährigen. "Die Erklärung des Quartetts, man habe sich zum Biertrinken getroffen, konnte die Beamten nicht überzeugen", so der Bundespolizei-Sprecher. Stattdessen waren die zwei Gramm Cannabis des 23-jährigen Beifahrers  und etwas über sieben Gramm Cannabis bei einem der 31-Jährigen der eigentliche Grund des "Ausfluges". 

Der Besitz des Rauschgiftes hat für die beiden Konsequenzen. Gegen sie ermittelt nun der Zoll wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Insgesamt hat der Ausflug aber auch für alle vier Konsequenzen. Letztlich liegt ein eindeutiger Verstoß gegen die Corona-Schutzverordnung und das Infektionsschutzgesetz vor. Das Polizeirevier Görlitz kümmert sich nun um die Ordnungswidrigkeit. 

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