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Droht Hochwasser nach der Schneeschmelze?

Die Wesenitz steigt seit dem Wochenende an. Auch andere Nebenflüsse der Elbe füllen sich. Die Pegel werden beobachtet.

© SZ/Ingolf Reinsch

Sebnitz. Schnelle Schneeschmelze und Regen lassen die Flüsse in der Sächsischen Schweiz anschwellen. Die Wesenitz zeigte am Pegel in Elbersdorf in der Nacht zu Dienstag fast 90 Zentimeter an. Vormittags ging der Wasserstand leicht zurück, auf 74 Zentimeter. Er ist damit etwa doppelt so hoch, wie normalerweise. Am Pegel der Polenz in Neustadt wurden im Höchststand 50 Zentimeter gemessen. Tendenz gleichbleibend. Am Sonnabend waren es noch knapp unter 30 Zentimeter. Die Sebnitz hat ebenfalls zugelegt. Der Pegel in der Stadt lag am Dienstag bei 45 Zentimetern. Dass diese Nebenflüsse mehr Wasser mit sich führen hat Folgen für die Elbe. Auch ihr Pegel in Schöne ist angestiegen, von 1,26 Meter am Sonntag auf 1,83 Meter am Dienstag. Akute Gefahr besteht derzeit allerdings nicht. Erst bei vier Metern wird an der Elbe die Warnstufe 1 ausgerufen. Das heißt, das Geschehen am Fluss wird verstärkt beobachtet.

Das beim Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie angedockte Landeshochwasserzentrum ist dennoch sensibilisiert. „Wir beobachten an den Flusspegeln – vor allem im Tief- und Hügelland – steigende Wasserstände infolge des Tauprozesses, aber es besteht derzeit keine Hochwassergefahr“, sagte Pressesprecherin Karin Bernhardt. Am Dienstag war es zwar weitgehend niederschlagsfrei, bei Temperaturen im einstelligen Plusbereich. Am Mittwoch und Donnerstag sind jedoch weitere Niederschläge vorhergesagt, bei Plusgraden. Das lässt die Schneedecke in den tieferen Lagen weiter abtauen. Im oberen Bergland – vor allem im Erzgebirge – hält der Schnee noch weitgehend. Sichere Vorhersagen, wie sich die Lage ab Wochenmitte entwickelt, sind noch nicht möglich. Erst wenn das Landeshochwasserzentrum die Niederschlags- und Abtauprognose vom Deutschen Wetterdienst vorliegen hat, könne eine Prognose abgegeben werden.

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War’s das mit dem Winter 2015/16? In dieser und der nächsten Woche erwartet uns mildes Wetter, sagte Hobby-Meteorologe Dietmar Pscheidt aus Goldbach bei Bischofswerda. Begründet ist das dadurch, dass warme Luft von Südwesten nach Mitteleuropa strömt. In der zweiten Februarwoche – mit Beginn der Winterferien in Sachsen – könnte der Winter wieder zurückkehren. Dietmar Pscheidt bleibt in seiner Prognose aber vorsichtig: „Es deutet sich an, dass es dann wieder etwas kälter werden könnte“, sagt er. Winter(sport)freunde dürfen das als Hoffnungszeichen verstehen. Bei seinen letzten Vorhersagen lag der Goldbacher richtig. (SZ)