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Dresden

Dresdner Stauseebad droht die Schließung

Die CDU befürchtet, dass 2020 das letzte Jahr für das Freibad sein könnte. Die Fraktion appelliert an den Oberbürgermeister.

Das Stauseebad Cossebaude gehört zu den beliebtesten in Dresden. Rund 80.000 Besucher zählte das Freibad im vergangenen Sommer.
Das Stauseebad Cossebaude gehört zu den beliebtesten in Dresden. Rund 80.000 Besucher zählte das Freibad im vergangenen Sommer. © René Meinig

Der Energiekonzern Vattenfall, der auch das Pumpspeicherwerk Niederwartha betreibt, hat offenbar die vorläufige Stilllegung des Werks bei der Bundesnetzagentur beantragt. In diesem Zusammenhang soll auch der Vertrag mit der Landeshauptstadt Dresden zum Stauseebad Cossebaude gekündigt werden, noch in diesem Jahr, teilte die CDU-Fraktion im Dresdner Stadtrat am Donnerstag mit.

Die Badesaison 2020 sei zwar noch gesichert. Das bestätigt auch Bäder-Sprecher Lars Kühl. "Wir haben noch einen gültigen Pachtvertrag bis zum Ende dieses Jahres." Der Betrieb im Stauseebad sei in der kommenden Saison nicht gefährdet. "Über eine Verlängerung des Vertrages mit Vattenfall werden die entsprechenden politischen Gremien verhandeln", so Kühl. 

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Denn danach, so die CDU, werde im Stausee nur noch ein Mindestwasserstand gehalten, um die Sicherheit der Anlage zu gewährleisten. Für einen Badebetrieb reiche dieser jedoch dann nicht mehr aus.

Inzwischen hat die Bundesnetzagentur bestätigt, dass Vattenfall die vorzeitige Stilllegung gemeldet hat. Die Anzeige sei am 17. Januar in die Stilllegungsliste der Behörde aufgenommen worden. Dort ist allerdings davon die Rede, dass die Außerbetriebnahme nur vorläufig sein soll. Derzeit prüften die betroffenen Netzbetreiber die Vattenfall-Pläne, so Sprecher Michael Reifenberg.

Die CDU-Fraktion wolle jetzt Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) beauftragen, umgehend Gespräche mit Vattenfall aufzunehmen, um den Badebetrieb über 2020 hinaus zu sichern, so Fraktionschef Jan Donhauser. Das Cossebauder Bad sei das größte Freibad in Dresden und sehr beliebt. Das weiträumige Areal mit seiner  kastaniengesäumten Liegewiese lade zum ausgiebigen Sonnen und Entspannen ein. Außerdem biete das Areal eine Vielzahl sportlicher Möglichkeiten.

Rund 80.000 Besucher kamen im vergangenen Jahr in das Stauseebad. Damit teilte es sich im heißen Sommer 2019 den Spitzenplatz mit dem Mockritzer Freibad. (SZ/sr/noa)

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