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Druck auf Steuersünder steigt

München. Schluss mit dem modernen Ablasshandel. Bund und Länder wollen einem Bericht zufolge künftig härter gegen Steuerhinterzieher vorgehen. Die Finanzminister wollten schon in den kommenden Wochen...

München. Schluss mit dem modernen Ablasshandel. Bund und Länder wollen einem Bericht zufolge künftig härter gegen Steuerhinterzieher vorgehen. Die Finanzminister wollten schon in den kommenden Wochen über entsprechende Maßnahmen beraten, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“. Dabei geht es vor allem um die Selbstanzeige.

Diese solle nur noch dann vor Strafe schützen, wenn Steuersünder für einen deutlich längeren Zeitraum als bisher alle Falschaussagen korrigierten und die Steuern nachzahlten. Im Gespräch seien bis zu zehn Jahre, bisher galten in der Regel fünf Jahre.

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Mutmaßliche Steuersünder offenbaren sich immer häufiger den Behörden. Die Zahl der Selbstanzeigen ist in den Bundesländern deutlich gestiegen, teilweise hat sie sich sogar mehr als verdreifacht, wie eine Umfrage bei den Finanzministerien der 16 Bundesländer ergab. Insgesamt gingen in Deutschland demnach im vergangenen Jahr knapp 25 000 Anzeigen mutmaßlicher Steuersünder bei den Behörden ein, allerdings standen Dezember-Zahlen teilweise noch aus.

Bei einer Selbstanzeige besteht die Möglichkeit, straffrei auszugehen. Allerdings müssen Steuersünder dafür komplett reinen Tisch machen. Prominentester Fall war 2013 der des FC-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß, nach dessen Bekanntwerden im April die Zahl der Selbstbezichtigungen vielerorts in die Höhe geschnellt war. (dpa)