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DSC-Coach Waibl wird U23-Bundestrainer

Der Volleyballtrainer soll künftig auch die besten deutschen Talente für die Nationalmannschaft entwickeln. Eine Arbeit, die er aus Dresden schon kennt.

DSC-Trainer Alexander Waibl wird künftig auch um die deutsche Nachwuchsauswahl kümmern.
DSC-Trainer Alexander Waibl wird künftig auch um die deutsche Nachwuchsauswahl kümmern. © Matthias Rietschel

Dresden. Jetzt also doch. Alexander Waibl, Cheftrainer der deutschen Volleyball-Pokalsiegers Dresdner SC, übernimmt noch eine weitere Funktion. Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) ernannte den 52-Jährigen zum Trainer der U23-Auswahl. Waibl wird diese Aufgabe zunächst für zwei Jahre ausfüllen und bereits beim ersten Lehrgang der Frauen-Nationalmannschaft als Co-Trainer fungieren. 

Für das zweiwöchige Trainingslager, das am Montag in Kienbaum beginnt, sind insgesamt fünf Dresdner Volleyballerinnen nominiert. Neben Camilla Weitzel, Emma Cyris, Monique Strubbe und Sarah Straube aus dem Erstliga-Team, darf sich auch Talent Lydia Stemmler von der Ausbildungsmannschaft VC Olympia Dresden anbieten. Die beiden etablierten DSC-Nationalspielerinnen Lena Stigrot und Neuzugang Jennifer Geerties verzichten aus privaten Gründen auf das erste Auswahl-Trainingslager nach der Corona-Pandemie. 

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Die Zusage für die künftige Doppelrolle in Verein und Verband fiel Waibl nicht schwer, sagt er. „Ich habe mich sehr über die Anfrage des DVV gefreut und nach kurzem Nachdenken sehr gerne zugesagt. Die Arbeit mit jungen Talenten ist eine große Herausforderung und Verantwortung, bereitet mir aber auch sehr viel Freude. Es ist die Arbeit, die ich seit Jahren beim DSC mache", erklärt Waibl. Tatsächlich hat der gelernte Rechtsanwalt das Riesentalent Camilla Weitzel bereits zu einer stabilen und unverzichtbaren Größe in der Auswahl und im Klub geformt. 

Der Verband setzt auf Waibls Erfahrung mit Talenten

In der aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochenen Saison ist es ihm zudem gelungen, die beiden erst 18-jährigen Hoffnungen Strubbe und Straube nicht nur als Alternativen ins Team einzubauen. Den Weg, den der DVV jetzt mit dieser zusätzlichen Nachwuchsauswahl beschreitet, bestärkt den DSC-Trainer in seiner Arbeit. „Ich finde die Entscheidung, eine U23-Nationalmannschaft zu etablieren, absolut richtig und für strukturell unabdingbar.“

Diese Aufgabe fällt ohnehin in die volleyballfreien Monate bei seinem Arbeitgeber in Dresden. Auch der Deutsche Volleyball-Verband ist zufrieden. „Mit Alexander Waibl setzen wir auf einen sehr erfahrenen Trainer, der mit dem Pokalsieg zuletzt unter Beweis gestellt hat, dass er mit einem sehr jungen Team erfolgreich sein kann. Die Studentinnen-Nationalmannschaft hat er im vergangenen Jahr ebenfalls in kürzester Zeit zu einer Mannschaft geformt und zum Erfolg geführt“, erklärt DVV-Volleyball Sportdirektor Christian Dünnes die Entscheidung. 

Vor fünf Jahren lehnte Waibl eine Doppelrolle ab

Im vergangenen Sommer hatte Waibl mit diesem Team bei der Universiade in Neapel einen beachtlichen fünften Platz belegt. Ziel der U23-Auswahl ist es, parallel zur A-Nationalmannschaft eine Trainingsgruppe aufzubauen, in der das Talent und Entwicklungspotenzial junger Spielerinnen gezielt gefördert werden kann, und die Lücke zwischen Nachwuchs- und Erwachsenenbereich zu schließen, so der DVV. Darüber hinaus soll die U23-Auswahl zur Universiade 2021 geführt werden, die kommendes Jahr im August im chinesischen Chengdu stattfindet. 

Vor fünf Jahren hatte Alexander Waibl eine Doppelfunktion beim DSC und beim DVV noch ausgeschlagen. Damals hatte der Verband erwogen, den glücklosen Italiener Luciano Pedulla durch eine gleichberechtigte Doppelspitze mit Waibl und Felix Koslowski (Schweriner SC) zu ersetzen. Dann aber bot der DVV dem ehrgeizigen Schwaben lediglich den Co-Trainer-Posten an. Das lehnten damals sowohl Waibl als auch sein Verein ab. 

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