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Sport

Volleyballerinnen feiern Königstransfer 

Mit Lenka Dürr gelingt dem Dresdner SC eine namhafte Verpflichtung - und die 28-Jährige kommt nicht allein.

Lenka Dürr macht sich künftig für den Dresdner SC lang. © Nordphoto/Conny Kurth

Das ist mal ein Coup. Der Dresdner SC nimmt die zuletzt vereinslose Lenka Dürr unter Vertrag - und das gleich für zwei Jahre. „Ich persönlich habe ja schon ein wenig länger mit Dresden geliebäugelt", wird die Nationalspielerin in der Presseinformation des Klubs zitiert. "Die Erfolgsgeschichte des DSC spricht für sich, da es ein überaus attraktiver Verein ist, für den man gern spielen möchte, und deshalb bin ich besonders glücklich über diesen nächsten Schritt in meiner sportlichen Laufbahn.“

Mit sieben Jahren begann die inzwischen 28-jährige Liberospielerin mit Volleyball - gemeinsam mit ihrer Schwester beim TV Kaufbeuren. Ehrgeiz und Fleiß zahlten sich aus. Sieben Jahre später verließ die gebürtige Memmingerin ihr Elternhaus und ging nach Straubing. Der jetzige Erstligist spielte damals noch zweitklassig. Für Lenka Dürr war es der Startschuss für eine erfolgreiche Profikarriere.

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Nach einer Saison wechselte sie von Straubing nach Vilsbiburg und trug sieben Jahre das Trikot des Erstligisten. 2013 wagte Dürr den Schritt in die aserbaidschanische Superliga nach Baku. Erst spielte sie eine Saison für Igtisadchi, dann eine weitere Spielzeit für Azeryol. Schließlich machte Dürr noch ein Jahr Station in Polen bei Impel Wroclaw. 2016 kehrte sie in die Bundesliga zurück, und zwar nach Schwerin, bevor ein  erneuter Wechsel ins Ausland zum rumänischen CSM Targoviște folgte. Nach der vergangenen Sommersaison mit der deutschen Auswahl war Dürr vereinslos, hielt sich aber in Vilsbiburg fit und rückte Mitte Dezember aufgrund einer Blessur der ehemaligen DSC-Abwehrspezialistin Myrthe Schoot aushilfsweise wieder in die Startformation des Erstligisten.

Auch DSC-Cheftrainer Alexander Waibl, dessen neuer Assistenzcoach Konstantin Bitter der Freund von Dürr ist,  weiß um die Fähigkeiten seiner neuen Liberospielerin: „Lenka ist nicht nur eine Weltklasse-Libera. Sie ist auch eine Führungspersönlichkeit, die immer positiv denkt und in der Lage ist, ihre Mitspieler stärker zu machen. Ihre Erfahrung wird uns gut tun und mehr Stabilität verleihen.“ Auch Dürr blickt optimistisch auf die bevorstehende Zeit in Dresden: „Es erwartet mich wieder eine neue Herausforderung. Ich möchte beim DSC meine spielerischen Fähigkeiten, meine Persönlichkeit und meinem Erfahrungsschatz einbringen, mit der Mannschaft äußerst hart arbeiten und maximalen Erfolg erreichen. Ich bin absolut bereit für die nächste Station und kann es kaum erwarten, besonders nach meiner letzten Saison, wieder voll anzugreifen.“ (SZ)