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Sport

DSC-Kapitänin verlässt Dresden

Katharina Schwabe hat ihren noch bis 2020 laufenden Vertrag aufgelöst. Den Trainer stellte das vor eine emotionale Herausforderung.

Vor einem Jahr wurde im Dresdner Puro Beach die Vertragsverlängerung von Katharina Schwabe verkündet. Die Strandbar gibt es nicht mehr, und auch die Zeit der Kapitänin endet beim DSC. © Ronald Bonß (Archiv)

Dresden. Diese Entscheidung kommt überraschend: Nach acht Jahren bei den Volleyballerinnen des Dresdner SC hat sich Katharina Schwabe dazu entschlossen, eine neue sportliche Herausforderung zu suchen. 

Die Angreiferin wechselt zum französischen Erstligisten FC Nantes: „Ich freue mich auf die neue Herausforderung und bin super zufrieden mit der Wahl“, sagt Schwabe. Für die 26-Jährige ist es die erste Station im Ausland. „So schwer es mir auch fällt, ist es an der Zeit den Versuch zu wagen“, meint sie. Über das Angebot aus Frankreich sei Schwabe froh: „Es ist ja doch alles recht kurzfristig. Es hätte auch passieren können, dass ich erst im November oder im neuen Jahr einen Verein finde.“

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Jedes Jahr ziehe sie für sich Bilanz, hatte sie am Mittwoch erklärt. Diesmal sei der Wunsch, den Schritt ins Ausland zu wagen, so groß gewesen, dass er die Heimatverbundenheit übersteige. Wenn sie es jetzt nicht durchziehe, „werde ich es nie tun", erklärte Schwabe in der Mitteilung des Vereins. 

Noch vor einem Jahr hatte Schwabe ihren Vertrag bis 2020 verlängert. Mit ihrer Bitte um Vertragsauflösung stellt sie den DSC vor eine große Herausforderung. Denn mit dem Kapitän verliert der Klub nicht nur ein sportliches Schwergewicht, sondern auch eine für die Fans wichtige Identifikationsfigur. Schließlich kam die gebürtige Bad Muskauerin am hiesigen Nachwuchszentrum zum Volleyball und schaffte mit 18 Jahren den Sprung ins Erstligateam. Seither gewann sie drei Meistertitel und holte zweimal den Pokal. 

In der vergangenen Spielzeit gab es für den DSC und seinen Kapitän einige Rückschläge zu verkraften - frühes internationeles Aus, Pokal-K.o. in der ersten Runde und viele unnötige Niederlagfen in der Meisterschaft, in der es am Ende auch nur zu Rang fünf © Matthias Rietschel

„Mir war immer klar, dass Schwabi irgendwann ihren Traum einmal im Ausland zu spielen, wahr machen würde", kommentierte Trainer Alexander Waibl die Entscheidung. Für ihn sei es dennoch „ein schwieriger, sehr emotionaler Moment" - nicht zuletzt wegen der langen, gemeinsamen Zeit.

Schon jetzt schließt sie eine Rückkehr nicht aus. „Bekanntlich sieht man sich ja immer zwei Mal im Leben. Wer weiß, wann unsere Wege uns nochmal zusammen führen werden. Der DSC und die Menschen hier sind und bleiben Teil meine Familie und Heimat." Doch erst einmal zieht sie nun aus ihrer Dresdner Wohnung aus und für kurze Zeit bei ihren Eltern in Krauschwitz in der Oberlausitz ein.  

Der Verein muss nun Ersatz für die plötzliche Lücke finden. „Wir müssen jetzt viele Sachen entscheiden. Es sieht danach aus, dass wir noch jemanden nachverpflichten“, sagt Geschäftsführerin Sandra Zimmermann. 

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