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DSC unterliegt Wroclaw mit 1:3

Die Volleyballerinnen des Dresdner SC müssen um den Einzug in die Playoffs der Champions League bangen.

© kairospress

Von Michaela Widder

Es gab Zeiten, da haben sich die Zuschauer über einen Satzgewinn in der Champions League gefreut – und die Spieler auch. Doch die Volleyballerinnen vom Dresdner SC sind im fünften Jahr ihrer Champions-League-Teilnahme längst kein Punktelieferant mehr für den Gegner. Das bekam auch Impel Wroclaw in eigener Halle im November zu spüren, als der DSC das Fünfsatzspiel für sich entschied. Die nächste Überraschung in der Königsklasse bleibt am Mittwochabend aus, der deutsche Meister verliert 1:3 (23:25, 27:29, 25:15, 19:25). „Wir haben nicht so gut abgewehrt und nicht so gut geblockt, gegen so ein Top-Team muss alles passen“, meinte Trainer Alexander Waibl.

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Das Zweitliga-Team vom VCO Dresden machte es zuvor besser, gewann gegen die Jugendmannschaft aus Breslau 4:0. Trotz der Niederlage ist Waibl mit dem Auftreten seines Teams in der Königsklasse zufrieden. „Drei Siege, zwei Niederlagen – mit der Bilanz lässt sich auch weiter super leben“. Der DSC hat noch immer die Chance in die Runde der besten zwölf Teams einzuziehen. „Für mich ist das Wichtigste, das wir möglichst lang international spielen“, sagte Waibl schon vor dem Spiele.

Der Wettbewerb ist mittlerweile beliebt in Dresden, die Halle wieder einmal ausverkauft, und im MDR-Livestream wird die Partie in voller Länge übertragen. Interessanter Nebenaspekt: An der Seite von Marc Huster kommentierte Corina Ssuschke-Voigt. Noch interessanter: Die 250-fache Nationalspielerin aus Dresden wird jetzt öfter in der Margonarena als Zuschauerin sein, denn sie spielt seit dieser Woche nicht mehr für Aufsteiger Straubing.

Als Grund führte der Klub unterschiedliche Auffassungen über die Vorgehensweise im sportmedizinischen Bereich an. „Wir wollten eine nachhaltige Therapie. Damit war die Spielerin zum damaligen Zeitpunkt nicht einverstanden“, erklärte Manager Heiko Koch. Von Vertrauensbruch ist die Rede. Weil darüber hinaus Stillschweigen vereinbart wurde, gab es auch von Ssuschke-Voigt nur ein offizielles Statement, in dem „unüberbrückbare Differenzen“ als Trennungsgrund genannt wurden.

Die Enttäuschung über die Situation lässt sich die 32-Jährige kaum anmerken. „Ich bin relativ gefasst, aber nur, weil ich meine Familie habe. Mein Mann und mein Sohn Wilhelm fangen mich total auf“, sagt sie – und nimmt nach der Niederlage einige DSC-Spielerinnen in den Arm.