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Görlitz

Durch die Neiße geflüchtet

Polizei und Zoll haben einen Mercedes-Transporter bei Steinbach stoppen wollen. Doch der Fahrer gab Gas. Der Grund fand sich kurz darauf.

Symbolbild
Symbolbild © Archiv/Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Statt sich der Kontrolle zu unterziehen, hat am Montag gegen 1.30 Uhr der Fahrer eines Mercedes-Kleintransporter die Flucht ergriffen. Bundespolizei und Zoll wollten den Vito auf der S127 bei Steinbach stoppen. Auf die Aufforderung der Beamten stehen zu bleiben, antwortete der Mann durch die geöffnete Scheibe mit einem "Ja, ja".

Kurz darauf gab er Gas und raste in Richtung Norden. Die Beamten folgten im Streifenwagen. Doch der Unbekannt verließ in Höhe von Werdeck die Straße, um danach auf dem Neiße-Radweg nach Süden zu fahren. Eine zweite Streife legte in der Zwischenzeit in Podrosche einen Nagelgurt aus. Aber weder dieser noch Anhaltesignale konnten den Transporter zunächst stoppen. Erst unmittelbar auf der Grenzbrücke war die Fahrt zu Ende. "Der Grund dafür dürften die platten Reifen auf der Vorderachse gewesen sein", so die Bundespolizei. 

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Schließlich ergriff der Fahrer kurz nach dem Stopp die Flucht. Er kletterte über das Brückengelände, ließ sich ein paar Meter fallen, schwamm durch die Neiße ans polnische Ufer. Was bleibt, ist eine einigermaßen taugliche Personenbeschreibung, auf deren Grundlage nach dem derzeit unbekannten Tatverdächtigen gefahndet wird.

Die Spur des Mercedes führt dagegen nach Radebeul. Dort wurde das Fahrzeug laut Bundespolizei offensichtlich entwendet. Das Weißwasseraner Revier verständigte nach der Übernahme des Falles die Polizei in Dresden. Die informierte den Halter, der bis dahin Den Diebstahl noch gar nicht bemerkt hatt. Um die abschließenden Ermittlungen wird sich nun die Dresdener Kriminalpolizei kümmern. (SZ)

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