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Durch die Schönheit der Natur wandeln

Über Stock und Stein, durch Berg und Tal: Der Lößnitzgrund bietet Schatten, die Wettinhöhe eine tolle Aussicht.

Der Aufgang zur Wettinhöhe führt vorbei an alten Mauern und Weinreben.
Der Aufgang zur Wettinhöhe führt vorbei an alten Mauern und Weinreben. © Foto: Jörg Ludewig

Heißer Juli verheißt guten Wein, so besagt es eine Bauernregel. Bislang war der Monat recht durchwachsen, es bleibt abzuwarten, wie es mit dem Wetter und den Reben rund um die Weinberge Radebeuls weitergeht. Ob Weinliebhaber oder nicht — dieses Denkmalschutzgebiet und seine Umgebung sind immer einen Ausflug wert. Die Tour eignet sich auch gut für Familien mit lauffreudigen Kindern.

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Von Radebeul nach Friedewald

Die Wanderung beginnt am ehemaligen Gasthof Weißes Roß in Radebeul, dem Haltepunkt der Lößnitzgrundbahn. Der gelbe Punkt weist den Weg durch den Lößnitzgrund. Über den Mühlweg gelangt man zur Lößnitzgrundstraße, wo im Grundstück 25 auch im Dezember der Winterjasmin blüht. Auf der Lößnitzgrundstraße erreicht die Tour bald das tief eingeschnittene Tal des Lößnitzgrundes. Die Strecke führt entlang des Lößnitzbaches und der Schmalspurbahn, vorbei an Syenitfelsen zur Schefflermühle und nach Friedewald.

Weintradition in Radebeul

Bereits 1271 werden Weinlieferungen nach Radebeul nachgewiesen. Im 17. Jahrhundert wurde hier die Württembergische Anbauweise mit Terrassen aus Syenit eingeführt. Im 19. Jahrhundert wurden immer mehr Winzerhäuser und größere Weingüter erbaut, die noch heute das Landschaftsbild bestimmen. Seit 2001 ist die Historische Weinberglandschaft Radebeul Denkmalschutzgebiet. Heute umfasst die Weinbaufläche Radebeuls etwa 85 Hektar, wobei etwa 30 Hektar Steillagen sind. Es werden unter anderem Müller-Thurgau, Riesling, Weißburgunder, Ruländer, Traminer, Kerner und Scheurebe angebaut.

Über 13 Brücken

Ab Friedewald geht es mit blauem Punkt weiter. Links führt der 13-Brücken-Weg, der nach den Stegen über den Bach benannt ist, zum Ginsterweg. Der Ginsterweg führt rechts zum Friedewaldweg und zur Straße „Altlindenau“. Dem blauen Punkt abwärts folgend, führt die Tour zum Drossel- und später zum Kuckucksweg. Hier im Friedewald prägen vor allem Wochenendhäuser, Weiden und Laubwälder die Landschaft. An einem Wegweiser zweigt links der mit rotem Strich markierte Käuzchenweg ab. Die Strecke führt zu einem Reiterhof und der Straße „Rietzschkegrund“. An der Kreuzung geht es links mit grünem Punkt den Kreyernweg entlang und gleich wieder rechts ohne Markierung die kaum befahrene Straße Richtung Wettinhöhe.

Ein Wegweiser weist den Weg links in den Kroatengrund. Der steinige Weg wird später asphaltiert. Der Wanderer bleibt halbrechts. Nach etwa 200 Metern zweigt der Knollenweg rechts ab. Dieser mündet auf die Mittlere Bergstraße, die links direkt zum Schloss Wackerbarth führt. Wer mit Kindern unterwegs ist, freut sich bestimmt über eine Pause auf dem Spielplatz direkt am Schloss.

Blick auf das Lusthäuschen Belvedere und die Terrassen am Schloss Wackerbarth. 
Blick auf das Lusthäuschen Belvedere und die Terrassen am Schloss Wackerbarth.  © Foto: Jörg Ludewig

Tour mit Aussicht

Der Weg zurück zum Ausgangspunkt ist mit rotem Punkt markiert. Von Schloss Wackerbarth geht es am Lusthäuschen Belvedere vorbei durch Weinberge hinauf zum Jakobstein, der 1742 von Jakob Krause errichtet und nach ihm benannt wurde. Auf dem Rundturm steht Bacchus. Diese Aussicht wurde 2012 zur schönsten Weinsicht Sachsens gekürt. Oberhalb steht die 1969 erbaute Volkssternwarte „Adolph Diesterweg“. Hier finden regelmäßig Himmelsbeobachtungen und astronomische Vorträge statt.

Die Mohrenstraße abwärts geht es vorbei am Berghaus Neufriedstein, 1770 erbaut, und zur Moritzburger Straße. Kurz vor der Ecke befindet sich auf der linken Seite ein großer Spielplatz des Kinder- und Jugendschutzbundes, der neben abwechslungsreichen Spielgeräten genügend Sitzgelegenheiten für eine Pause bietet.

Zurück zum Ausgangspunkt

Die Tour führt die Moritzburger Straße links aufwärts und danach die Treppen abwärts. Der rote Punkt weist links erst den Talweg, dann die Treppen steil aufwärts zum Wasserturm. Der Wasserturm wurde errichtet, um die Wasserversorgung Radebeuls zu sichern. Er fasst etwa 370 Kubikliter Wasser und wird vom Pumpwerk an der Bergstraße gespeist.

Nun geht es auf dem Höhenweg bis zu seinem Ende. Hier folgt die Strecke rechts dem Pfad, der mit rotem Punkt markiert ist, steil abwärts und an einem schönen Winzerhaus vorbei. Über die Straßen „Auf den Bergen“, „Dr.-Rudolf-Friedrichs-Straße“ und die links abbiegende „Paradiesstraße“ geht es zur Kreuzung mit der Zillerstraße. Hier biegt die Tour links abwärts ab und nimmt links den Fußweg, der zurück in den Lößnitzgrund führt. Ab der kleinen Brücke über den Lößnitzbach sind Hin- und Rückweg nun identisch. SZ/SR

Weitere Informationen

Hier gibt es die GPS-Daten der Tour zum Download.

Tipp für die An- und Abreise

Mit Tram 4 oder Bus 72 bis/ab Haltestelle Radebeul, Landesbühnen Sachsen. Wer zurück abkürzen will, fährt mit der Tram 4 ab Radebeul, Schloss Wackerbarth.