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Dynamo bekommt Zuschuss zur Stadionmiete

Der Rat hat für die nächste Saison 500 000 Euro zusätzlich beschlossen. Eine langfristige Lösung ist aber nicht in Sicht.

Die Stadionmiete ist für Dynamo Dresden schon lange ein Reizthema. Rund fünf Millionen Euro zahlt der Verein nach eigenen Angaben pro Saison an die Stadionprojektgesellschaft – und damit deutlich mehr als die Ligakonkurrenz.

Um die finanzielle Belastung für den Verein zu senken, wurden in den vergangenen Jahren wiederholt Sonderzahlungen vereinbart. Am Mittwoch hat der Stadtrat mit deutlicher Mehrheit nun wieder einem Zuschuss zur Stadionmiete zugestimmt. Insofern der Verein kommende Saison noch in der Zweiten Bundesliga spielt und eine bilanzielle Überschuldung verhindert wird, erhält er einmalig weitere 500 000 Euro. Diese ergänzen die bereits bestehenden Zahlungsvereinbarungen in Höhe von 620 000 Euro für die zweite Liga. Dieser Betrag ist in den Konzessionsverträgen zwischen Verein, Stadt und Projektgesellschaft verankert. Darin geregelt ist auch, dass Dynamo Dresden für die dritte Liga einen Zuschuss von 2,29 Millionen Euro erhält. Weil sich die finanzielle Situation mit dem Abstieg drastisch verändern würde, ist auch der gestern beschlossene Antrag entsprechend formuliert. In der dritten Liga würde der einmalige Zuschuss somit nicht 500 000 Euro, sondern 1,3 Millionen Euro betragen.

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Während die Stadträte den von Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) vorgelegten Antrag annahmen, wurde ein Antrag der FDP-Fraktion zum gleichen Thema am Mittwoch deutlich abgelehnt. Der sportpolitische Sprecher, Jens Genschmar, hatte sich für eine langfristige Lösung der Stadionproblematik eingesetzt. Er wollte, dass die Stadt künftig selber die Kosten für Zinsen und Tilgung für den Stadionneubau trägt – und diese nicht mehr vom Verein übernommen werden müssen Dieser Plan war den anderen Räten nicht ausgereift genug. Sie haben dennoch beschlossen, dass gemeinsam mit Dynamo Dresden bis zum 30. Oktober dieses Jahres eine Lösung der Stadionproblematik entwickelt werden soll. (SZ/jr)