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Dynamo verliert gegen Bielefeld

Die Krise bei den Schwarz-Gelben verschärft sich. Die Mannschaft von Cristian Fiel muss gegen die Ostwestfalen eine bittere Niederlage einstecken.

Dynamos Moussa Kone verfehlt das Tor.
Dynamos Moussa Kone verfehlt das Tor. ©  dpa/Robert Michael

Abpfiff. Dynamo Dresden verliert gegen Arminia Bielefeld mit 0:1. Damit verschärft sich die Krise der Dresdner. Wenn Wehen Wiesbaden am Montag gegen Sandhausen gewinnt, kann Dynamo auf den letzten Platz abrutschen.

71. Minute:
Alexander Jeremejeff erzielt einen Treffer. Aber der Ball war bereits vor der Flanke von Patrick Ebert im Aus. Das Tor wird zu Recht nicht anerkannt.

63. Minute: Bielfefled führt 1:0. Cedric Brunner setzt sich auf der rechten Seite gegen Patrick Möschl durch und flankt von der Grundlinie ins Zentrum. Dort passt Linus Wahlqvist nicht auf und Andreas Voglsammer kann völlig frei einköpfen.

Halbzeit.
Es steht 0:0 im Rudolf-Harbig-Stadion.. Beide Mannschaften haben je eine große Chance. 

Die Drittelstunde – der SZ-Podcast

Aktuelle Themen sowie Tipps und Tricks für den Alltag: Fabian Deicke stellt Experten verschiedener Gebiete die Fragen der SZ-Community.

6. Minute, Dynamo: Dzenis Burnic steckt auf Moussa Koné durch, der Senegalese umkurvt Bielefeld-Torwart Stefan Ortega, dabei wird der Winkel zu spitz - Außennetz.

21. Minute, Bielefeld: Brian Hamalainen verschätzt sich, Jonthan Clauss ist durch, seine Flanke kommt zu Andreas Voglsammer, aber Kevin Broll im Dynamo -Tor pariert stark.

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Dynamo steckt sportlich in der Krise, das Selbstvertrauen ist nach drei Niederlagen in Folge angeknackst, der Abstiegskampf ausgerufen worden. Und ausgerechnet jetzt kommt Arminia Bielefeld am Samstag, 13 Uhr, ins Rudolf-Harbig-Stadion. Allein die Statistik der bisherigen Duelle spricht klar für die Ostwestfalen: Von fünf Heimspielen konnten die Dresdner nur eins gewinnen, im April 2015 in der 3. Liga mit 2:0, dreimal haben sie zu Hause verloren, zuletzt beim 3:4 im Januar eine 3:1-Pausenführung verspielt.

Doch es ist weniger der Blick zurück, durch den die Chancen auf einen Heimsieg für die Schwarz-Gelben eher gering erscheinen. Vielmehr ist die derzeitige Stärke des Gegners Respekt einflößend, was auch Marco Hartmann einräumt: "Die Mannschaft ist sehr intakt, spielt einen guten Ball von hinten raus, hat aber vorn auch eine hohe körperliche Präsenz", sagt Dynamos Kapitän über die Arminia.

Er ist nach überstandenem Lagerungsschwindel wieder dabei und steht wie erwartet in der Startelf. Alexander Jeremejeff bleibt dagegen zunächst in Reserve. Für diese Aufstellung hat sich Cristian Fiel entschieden.

Dynamo spielt mit: Broll - Möschl, Ehlers, Ballas, Hamalainen -  Ebert, Hartmann, Nikolaou - Burnic, Atik, - Koné.

Diese elf und jene, die eingewechselt werden, sollen gegen die auswärts derzeit beste Mannschaft der zweiten Liga bestehen. Mit Fabian Klos (1,94 Meter) und Andreas Voglsammer (1,78) verfügt Bielefeld über ein außergewöhnlich starkes Sturm-Duo, das in den bisherigen zehn Spielen zusammen bereits zwölf Tore erzielt hat. Diese Quote ist genauso beeindruckend wie die Treffsicherheit bei Standards. Das 1:1 gegen den Hamburger SV am vorigen Montag durch den Kopfball von Klos nach Ecke von Marcel Hartel war – inklusive DFB-Pokal – Arminias elfter Treffer in dieser Saison nach einem ruhenden Ball. Damit haben die Bielefelder die Hälfte ihrer Tore auf diese Weise erzielt. Selbst wen man die drei verwandelten Strafstöße rausnimmt, ist die Mannschaft von Chefcoach Uwe Neuhaus bei Toren nach Ecken und Freistößen mit dem Karlsruher SC nach Standards Spitze in der zweiten Liga.

Es geht auch um die Körpersprache

"Das ist ein wichtiges Thema, auf jeden Fall", meint Fiel zu der körperlichen Präsenz, mit der die Arminia auftritt. "Wir können nicht davon ausgehen, dass ein Klos plötzlich nicht mit dieser Wucht kommt, wie er sie einfach hat." Dynamo fehlte zuletzt jedoch genau das, auch beim 2:4 in Karlsruhe zu Saisonbeginn war die fehlende Lufthoheit mitentscheidend gewesen. Mit Hartmann, ebenfalls 1,94 Meter, kann Fiel einen mehr einsetzen, der Klos im Kopfballduell buchstäblich gewachsen ist. Auch mit Florian Ballas (1,96), Jannis Nikolaou (1,87), Kevin Ehlers (1,86) und dem zumindest wieder einsatzfähigen Stürmer Alexander Jeremejeff (1,90) kann Dynamo durchaus dagegenhalten.

"Wir werden sie mit unseren Waffen bekämpfen, wie wir es können und auch schon gezeigt haben", kündigt Fiel an - und auch Hartmann macht Mut: "Diese Mannschaft ist für uns genauso zu schlagen wie jede andere in der zweiten Liga." Der Spiel- und Anführer sagt aber auch, was er unter Körperlichkeit versteht, nämlich mehr als die reine Größe. "Es ist eine gewisse Körpersprache gefragt, eine gewisse Resistenz zu haben gegen Rückschläge und Dinge, die nicht funktionieren, oder die Stimmung von außen", betont der 31-Jährige. "Es wird sich in den nächsten Wochen zeigen, ob wir das hinbekommen oder nicht."

Am besten eben schon gegen Bielefeld. "Ich spiele seit zwölf Jahren Fußball", sagt Hartmann, "aber ich habe noch nie eine Mannschaft erlebt, die im Training so viel investiert, aber im Spiel am Wochenende so wenig dafür zurückbekommt." Aufwand und Ertrag passen nicht zusammen, aber Fiel ist sich sicher: "Wenn du hart arbeitest, muss dieser Moment kommen, in dem du dich belohnst. Ich gehe davon aus, dass es jetzt soweit ist." Denn eines spricht in jedem Fall für Dynamo, nämlich dass nichts für Dynamo zu sprechen scheint.

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