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Dynamo bittet Stadt um mehr Geld

Der Verein kritisiert erneut die Stadionmiete. Er sorgt aber auch für gute Nachrichten.

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Zweitligist Dynamo Dresden ist weiterhin auf zusätzliches Geld von der Stadt angewiesen. Das haben Aufsichtsratschef Thomas Blümel und Geschäftsführer Ralf Gabriel jetzt bei einer nicht öffentlichen Sitzung den Stadtratsfraktionen erklärt. So steuert der Verein nach SZ-Informationen für die kommende Saison ein deutliches Defizit an, wenn es keinen zusätzlichen Zuschuss gibt. Für die Zweite Liga sei mit einem Minus von 400.000 Euro zu rechnen, bei einem Abstieg in die Dritte Liga mit einem Minus von etwa 1,25 Millionen Euro.

Wiederholt hat die Stadt dem Verein ausgeholfen. Zuletzt in der laufenden Saison mit 750.000 Euro. Dass ein neuerlicher Zuschuss nötig ist, begründet Dynamo mit der Stadionmiete. Die liegt momentan bei etwa fünf Millionen Euro im Jahr. Aufsichtsratschef Blümel will sich nicht zu Zahlen äußern, bestätigt aber Gespräche mit der Stadt. Von dieser Seite habe es positive Signale gegeben, entscheiden müsse aber am Ende der Stadtrat, sagt er. Auch Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) bestätigt laufende Gespräche.

Der Verein will aber nicht nur fordern, sondern weist auch Erfolge vor. So haben die Dynamovertreter erklärt, dass der Verein seine Schulden abgebaut hat. Das waren zum Saisonende 2012/13 noch 800.000 Euro gewesen. Ausgenommen ist hierbei das Kölmeldarlehen, das nicht als negatives Eigenkapital in der Bilanz auftaucht. Diese millionenschweren Altschulden werden nächstes Jahr fällig. (SZ/jr)