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Dynamo

Burnic möchte keinen Dynamo-Abschied

Der Mittelfeldspieler ist von Dortmund nur ausgeliehen. In Dresden fühlt er sich wohl, sei aber selbst gespannt, was die Zukunft bringt. Sechs Abgänge stehen dagegen bereits fest.

Dzenis Burnic bleibt in Dresden.
Dzenis Burnic bleibt in Dresden. ©  Robert Michael

Es hätte irgendwie gepasst: Dzenis Burnic erscheint zur Pressekonferenz vor dem letzten Spiel und gibt bekannt, dass er bei Dynamo in Dresden bleibt. Doch das ist am Freitagmittag nicht passiert. Was der 20 Jahre alte Mittelfelfeldspieler allerdings verkünden konnte: Er lässt sich am Sonntag, 15.30 Uhr, vor dem Heimspiel gegen den SC Paderborn nicht offiziell mit Blumenstrauß und Bildchen verabschieden. Noch ist er also nicht weg, und alles, was er sagt, deutet darauf hin, dass er gern bleiben würde. "Ich weiß selber nicht, wie es weitergeht", sagte Burnic. "Es gehören mehrere Parteien dazu, ich bin gespannt, was die Zukunft bringt."

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Er war Ende Januar auf Leihbasis von Borussia Dortmund nach Dresden gekommen, stand seitdem bereits elfmal in der Startelf und erzielte beim vorentscheidenden 2:1-Sieg gegen den FC St. Pauli sein erstes Tor. Theoretisch geht er zum BVB zurück, bei dem er elf Jahre in allen Nachwuchsteams gespielt hatte, aber nach ersten Einsätzen in der Bundesliga und sogar in der Champions League nur noch für die zweite Mannschaft in der Regionalliga eingesetzt worden war. Sein Vertrag in Dortmund endet 2020. Eine erneute Ausleihe kommt nur infrage, wenn der vorher mindestens um ein weiteres Jahr verlängert wird. Die andere Möglichkeit: Dynamo müsste Burnic verpflichten, also eine Ablöse zahlen, sofern die Borussia bereit ist, ihn abzugeben.

Trainer ist ein wichtiger Faktor

Angeblich steht Burnic dort auf einer Liste potenzieller Abgänge, aber Dresden wäre in dem Fall sicher nicht seine einzige Option. Er lässt jedoch durchblicken, dass er sich hier wohlfühlt und mit dem Verein identifizieren kann. "Dynamo ist kein normaler Zweitligist, allein, wenn man das Stadion und die Fans sieht. Ich bin froh, hier viele Minuten gespielt zu haben." Bis zu 90 kämen obendrauf, wenn er am Sonntag gegen Paderborn aufläuft, wovon auszugehen ist. Danach beginnen die intensiven Gespräche, wie er sagt. Außer seinem Berater hat er einige Ratgeber wie seinen Vater oder seinen Dortmunder Kabinen-Kumpel Ömer Toprak, wichtig ist ihm auch die Meinung von Fiel. "Das ist ein großer Faktor für mich", sagt Burnic.

Von Ex-Trainer Maik Walpurgis wurde Burnic noch als Außenverteidiger eingesetzt, Cristian Fiel stellte dagegen klar: "Für mich ist er ein Zentrumspieler." Der Chefcoach wiederholte, dass er ihn gerne auch in der nächsten Saison in seinem Kader hätte. "Er ist ein guter Junge, hat fußballerisch eine hohe Qualität. Er muss sicher auch noch einiges lernen, aber das ist normal in seinem Alter." Bei Dynamo könnte er sich weiterentwickeln und hätte zwar keine Stammplatzgarantie, weil es die nicht gibt, aber sich schon einen guten Stellenwert erarbeitet. Seine oberste Prämisse: "In meinem Alter möchte ich so oft wie möglich spielen." Und das in der höchstmöglichen Klasse. Deshalb hat er den Wechsel aus Dortmund nach Dresden nicht als Rückschritt empfunden. "Wenn man bedenkt, dass ich dort in der Regionalliga gespielt habe, waren das sogar zwei vor."

Beim BVB hatte er bereits 2016 als 18-Jähriger sein Profi-Debüt in der Champions League gegeben, als er von Trainer Thomas Tuchel beim 2:1-Sieg bei Sporting Lissabon eingewechselt worden ist. Seinen Einstand in der Bundesliga gab er am 11. Februar 2017 beim Auswärtsspiel in Darmstadt, als er in der Startelf stand. Zuletzt hatte er jedoch für die zweite Mannschaft in der Regionalliga gespielt.

Burnic ist deutscher U20-Nationalspieler, hat mit den B- und A-Junioren des BVB je zweimal in Folge die Deutsche Meisterschaft gewonnen. 

Sechs Spieler verlassen die SGD

Fest steht dagegen, dass Rico Benatelli (St. Pauli), Erich Berko (Darmstadt 98), Marius Hauptmann, Markus Schubert und Aias Aosman (alle unbekannt) sowie Dario Dumic (Utrecht/war ausgeliehen) Dynamo verlassen und vor der Partie am Sonntag das Präsidium und Minge offiziell verabschiedet werden.  Zudem wechselt Matthias Lust, Co-Trainer bei den Profis und U19-Coach, zum VfL Bochum.