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Dynamo meldet: Kein neuer Corona-Fall

Der eine betroffene Spieler ist in Quarantäne, was für die Verantwortlichen neue Fragen aufwirft. Daran ändert auch die zweite negative Testreihe nichts.

Ein Profi des Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Verein schützt die Anonymität des Spielers.
Ein Profi des Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Verein schützt die Anonymität des Spielers. ©  dpa/Robert Michael

Dresden. Ein Fußball-Profi von Dynamo Dresden ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Das teilte der Verein am Montagnachmittag mit, ohne den Namen zu nennen. Mit Hinweis auf die Privatsphäre des Spielers wird darum gebeten, die Anonymität zu wahren.  Der betroffene Spieler sei symptomfrei und befinde sich seit Sonntagmorgen in einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne.

Das Ergebnis der zweiten Testreihe, die bereits am Montag durchgeführt wurde, ist indes ohne weiteren Befund. Die Auswertung der insgesamt 40 Abstriche habe ergeben, dass es keinen weiteren Corona-Fall im Mannschaftskreis des Zweitliga-Teams gibt, teilte der Verein in einer Pressemitteilung am Dienstagnachmittag mit.

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Zuvor hatte die Deutsche Fußball-Liga (DFL) bekannt gegeben, dass die ersten Corona-Tests bei den 36 Erst- und Zweitligisten zehn positive Fälle ergeben haben. Insgesamt seien 1.724 solcher Untersuchungen vorgenommen worden. Dynamo hatte die erste Testreihe am Samstagvormittag im Dopingkontrollraum des Rudolf-Harbig-Stadions  vornehmen lassen. Dabei wurden Abstriche bei 30 Spielern sowie elf Personen aus dem Trainerteam und Betreuerstab genommen. Seit vorigem Donnerstag dürfen die Mannschaftsbereiche und der Kabinentrakt im Rudolf-Harbig-Stadion nur noch von diesen 41 Personen betreten werden.

Nun hat der Klub das Ergebnis der Laboruntersuchung öffentlich gemacht. "Wir haben uns seit Wiederaufnahme des Kleingruppentrainings mit enormem Aufwand an das vorgegebene Hygienekonzept gehalten", meint Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge. Es könne trotzdem niemanden wirklich überraschen, "dass es auch im Profi-Fußball Menschen gibt, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben".  

Der betroffene Spieler werde von Dynamos Mannschaftsärzten medizinisch betreut. "Wir unterstützen als Verein unseren Angestellten und seine Familie in der häuslichen Quarantäne mit allem, was in dieser Situation notwendig ist", betont Minge.

Zweite Testreihe bereits am Montag durchgeführt

Auch weiterhin ist eine engmaschig Überwachung vorgesehen: So wird es in den kommenden Wochen regelmäßige Corona-Tests geben, damit bei einer weiteren Infektion nicht zwingend das gesamte Team in Quarantäne muss. Diese Maßnahmen finden im Zuge eines medizinischen Konzeptes statt, welches von der DFL zusammen mit einer Taskforce zur Fortsetzung des Spielbetriebes in den Bundesligen entwickelt wurde.

"Die kontroverse Debatte um die Fortsetzung des Spielbetriebs bekommt auch durch unseren Fall noch einmal neue Nahrung", wird dazu Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born zitiert. Man plädiere trotz der für die Klubs zum Teil sehr schwierigen Lage weiterhin für einen sensiblen Abwägungsprozess. "Wir brauchen eine breite gesellschaftliche Zustimmung, damit der Fußball nicht an der aktuell angespannten Lage in unserem Land vorbei handelt und sich so noch weiter von der Basis entfernt“, betont Born.

Die Profis des Zweitligisten dürfen derzeit nur unter strengen Auflagen trainieren. "Aber wir werden auf dem Platz keinen Abstand halten, auch im Training nicht", sagt Cheftrainer Markus Kauczinski im SZ-Interview. Deshalb müsse garantiert werden, dass die Spieler nach jedem Training und jedem Spiel gesund vom Spielfeld gehen können. Der positive Corona-Fall bei Dynamo zeigt erneut, wie schmal dieser Grat ist. Bereits am Freitagabend hatte der 1. FC Köln drei positive Coronavirus-Tests gemeldet. (SZ/-ler, nr)

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