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Dynamo trifft im DFB-Pokal auf den HSV

Die Schwarz-Gelben empfangen in der ersten Runde den Hamburger SV - sogar vor Zuschauern? Der Gegner von Aue steht nach der Auslosung noch nicht fest.

Nach dem Abstieg 2014 brachte der DFB-Pokal einen Motivationsschub für den Neuanfang. Dynamo warf Schalke 04 und Bochum raus, scheiterte erst an Borussia Dortmund.
Nach dem Abstieg 2014 brachte der DFB-Pokal einen Motivationsschub für den Neuanfang. Dynamo warf Schalke 04 und Bochum raus, scheiterte erst an Borussia Dortmund. © Robert Michael

Dresden. Es sind nicht die Bayern und auch nicht Dortmund, aber mit dem Hamburger SV hat Dynamo Dresden ein interessantes Los für die erste Runde im DFB-Pokal gezogen. Der einstige Bundesliga-Dino verpasste zwar den Aufstieg, zählt aber zu den traditionsreichsten Klubs im deutschen Profi-Fußball. Zuletzt hatten sich die Schwarz-Gelben mit dem HSV in der zweiten Liga gemessen und alle vier Spiele nur knapp und unglücklich verloren, zuletzt am 12. Juni wegen der Corona-Krise als "Geisterspiel" vor leeren Rängen mit 0:1.

Genauso wie 2003 ebenfalls zu Hause in der ersten Pokalrunde. Damals waren die Hamburger Erstligist, Dynamo spielte wie jetzt in der 3. Liga. Erst in der 81. Minute erzielte Naohiro Takahara den Siegtreffer für den Favoriten. In der Statistik steht bei insgesamt 15 Duellen erst ein Sieg für die SGD, der jedoch in der Bundesliga 1991 mit 3:0 deutlich ausfiel. Sechsmal endete das Duell unentschieden.

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„Uns erwartet mit dem Heimspiel gegen den Hamburger SV eine schwierige Aufgabe gegen einen interessanten Gegner", kommentierte Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Becker das Los - und er stellte gleich klar: "Die Favoritenrolle liegt klar bei den Hamburgern, wir werden aber alles dafür tun, um unsere Chance zu nutzen und weiterzukommen. Im Pokal ist alles möglich."

Zuschauer? Verein arbeitet an Hygienekonzept

Das Duell der Traditionsvereine, die 1974 bereits im Europapokal aufeinandertrafen (4:1 für den HSV und 2:2 in Dresden), wäre unter normalen Umständen mit gut 30.000 Zuschauern ausverkauft. Doch unter den Bedingungen der Corona-Pandemie prüft Dynamo für seine Heimspiele ein Hygienekonzept mit bis zu 12.000 Fans im Rudolf-Harbig-Stadion. Sobald geklärt ist, ob und, wenn ja, in welcher Form das Spiel vor Zuschauern stattfinden kann, werde der Verein über seine Kanäle entsprechend informieren, heißt es in der Pressemitteilung vom Sonntagabend.

22 von 64 Teilnehmern für die erste Hauptrunde stehen noch nicht fest - für sie wurden bei der Auslosung Platzhalter eingesetzt. Mehr als 90 Vereine haben laut DFB-Präsident Fritz Keller noch die Chance, sich für den Pokal zu qualifizieren. So steht beispielsweise der Gegner des FC Bayern München noch nicht fest. Der Rekordsieger und Titelverteidiger muss beim Sieger des Landespokals Mittelrhein antreten. Dort sind noch Regionalligist Alemannia Aachen sowie die Oberligisten 1. FC Düren, Viktoria Arnoldsweiler und FC Pesch im Wettbewerb, der wegen Corona unterbrochen worden ist.

Das gilt auch für den sächsischen Landespokal, in dem die Halbfinals zwischen dem FC International Leipzig und dem Chemnitzer FC sowie dem FC Eilenburg und Lok Leipzig am 8. August gespielt werden sollen. Der Sieger des Finals, das für den "Tag der Amateure" am 22. August angesetzt ist, trifft dann auf den Bundesligisten 1899 Hoffenheim.

Aue-Gegner offen, RB Leipzig nach Nürnberg

Auch der FC Erzgebirge Aue kennt seinen Gegner in der ersten Runde des DFB-Pokals noch nicht. Die "Veilchen" treffen auf den Pokalsieger des Landesverbandes Württemberg. Dort stehen noch die Viertelfinals - unter anderem mit Drittliga-Absteiger Sonnenhof Großaspach - aus.

Dagegen stehen einige Partien auch mit dem Potenzial für die erhofften Pokal-Sensationen bereits fest: So muss RB Leipzig zum 1. FC Nürnberg und Borussia Dortmund beim MSV Duisburg antreten. Der Karlsruher SC empfängt Union Berlin, der 1. FC Magdeburg den Zweitligisten Darmstadt 98 und Eintracht Braunschweig die Hertha aus Berlin.

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Die erste Pokalrunde soll vom 11. bis zum 14. September ausgetragen werden und damit eine Woche vor dem Saisonstart in der Bundesliga und 2. Liga. Die zweite Runde findet kurz vor Weihnachten statt (22./23. Dezember). Für das Achtelfinale (2. und 3. Februar 2021) sowie das Viertelfinale (2. und 3. März) gibt es ebenfalls schon feste Termine.
Die Halbfinals sollen nicht wie sonst üblich unter der Woche, sondern am ersten Mai-Wochenende stattfinden. Ebenfalls ungewöhnlich: Das Finale im Berliner Olympiastadion ist nicht für einen Samstagabend geplant, sondern für den Donnerstag, 13. Mai (Christi Himmelfahrt). (mit dpa)

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