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Dynamos Mann für die Fitness bleibt

Matthias Grahé war schon als Kind ein Fan des Vereins, seit vorigem Sommer macht er als Athletikcoach den Profis Beine. Nur gegen Corona hatte auch er keine Chance.

Matthias Grahé, Dynamo Dresden Fitnesstrainer. Foto: dpa/Sebastian Kahnert
Matthias Grahé, Dynamo Dresden Fitnesstrainer. Foto: dpa/Sebastian Kahnert © dpa/Sebastian Kahnert

Dresden. Das Trainer-Team bleibt zusammen. Nach Heiko Scholz hat nun auch Athletik- und Fitnesscoach Matthias Grahé einen neuen Vertrag bei Dynamo Dresden unterschrieben. Der 51-Jährige, der aus Bad Muskau stammt, bleibt demnach bis ein weiteres Jahr bis mindestens 30. Juni 2021. Er ist weiterhin ein wichtiger Partner für Cheftrainer Markus Kauczinski in der täglichen Arbeit.

Er arbeite "mit großem Einsatz an der im Fußball elementaren Physis unserer Spieler und ist ein wichtiger Bestandteil des Trainerteams", erklärt Sportgeschäftsführer Ralf Becker in der am Mittwochmittag vom Verein verbreiteten Pressemitteilung. Grahé wird darin so zitiert: .„Ich bin sehr glücklich, dass ich meinen Weg weiterhin bei diesem ganz besonderen Klub beschreiten darf. Mit dem neuen Trainingszentrum hat Dynamo beste Voraussetzungen geschaffen, die die Qualität der Trainingsarbeit noch einmal auf ein neues Level heben werden.“

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Grahé hatte sich nach der Quarantäne wegen der Coronavirus-Fälle im Team skeptisch gezeigt. „Wir fangen nicht bei null an, weil wir im Kleingruppentraining zuvor eine Basis gelegt haben, auf die wir zurückgreifen können. Aber wo wir nach 14 Tagen zu Hause stehen, lässt sich nicht bemessen“, sagte er vor dem verspäteten Neustart der Schwarz-Gelben am 23. Mai. Mindestens dieselbe Zeit hätte er sich gewünscht, um an den Schwachstellen arbeiten zu können, die sich im Hometraining zwangsläufig ergeben hatten.

Als Kind ein glühender Dynamo-Fan

Während die Konkurrenten normal trainieren konnten, durften die Dresdner nur in den eigenen vier Wänden auf dem Spinning-Rad fahren und per Video an Bein- und Oberkörperkraft sowie der Rumpfstabilität arbeiten. „Daran sieht man, wie verzwickt die Situation für uns ist“, meinte Grahé im Gespräch mit sächsische.de – und er erklärte die Unterschiede: „Natürlich bringt es etwas für die Ausdauer, aber beim Fahrradfahren werden andere Muskelgruppen beansprucht, vor allem die Vorderseite des Oberschenkels. Im Fußball sind es die Rückseite und die Gesäßmuskulatur, die uns be- und entschleunigen, einen Lauf stoppen, nach links oder rechts ausweichen lassen.“

Am 23. Mai durften die Profis von Dynamo Dresden nach 14 Tagen in häuslicher Quarantäne wieder trainieren. Fitnesscoach Matthias Grahé stand mit dem Trainerteam vor einer schier unlösbaren Aufgabe.
Am 23. Mai durften die Profis von Dynamo Dresden nach 14 Tagen in häuslicher Quarantäne wieder trainieren. Fitnesscoach Matthias Grahé stand mit dem Trainerteam vor einer schier unlösbaren Aufgabe. © Jürgen Lösel

Letztlich sollte es sich als erheblicher Nachteil erweisen, der Dynamos Chancen auf den Klassenerhalt zumindest beeinflusst hat. Nun fordert der Verein die Annullierung des Abstieges und zweifelt offenbar die Ergebnisse der Corona-Tests an. Eine Klage gegen die Deutsche Fußball-Liga (DFL) steht nach wie vor im Raum.

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Als Kind war der Lausitzer selbst glühender Dynamo-Fan, seine größte Strafe bestand darin, wenn ihn seine Mutter nicht zu den Spielen nach Dresden fahren ließ. Im Sommer vorigen Jahres erfüllte er sich mit dem Wechsel von RB Leipzig zu Dynamo einen Herzenswunsch. Er brachte dabei bereits die Erfahrung von seinen Stationen bei Energie Cottbus (1999 bis 2013), CFR Cluj 1907 in Rumänien (2014), FC Viktoria Köln 1904 (2014 bis 2015), OSP Lechia Gdansk in Polen (2015 bis 2016) sowie eben RB (2016 bis 2019). 

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