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Dynamo

Schluss! Dynamo verliert

Ballas verkürzt mit einem abgefälschten Schuss auf 1:2. Doch die Schluss-Offensive gegen Kiel kommt zu spät - die Dresdner sind jetzt Letzter.

Alexander Jeremejeff fordert den Ball. Geht noch was?
Alexander Jeremejeff fordert den Ball. Geht noch was? ©  dpa/Robert Michael

Vorbei! Dynamo verliert - und hier gibt es die erste Analyse.

Nachspielzeit: drei Minuten

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87. Minute: Dynamo nur noch am Kieler Strafraum, aber noch kein klarer Abschluss.

79. Minute: Dann eben mit Gewalt! Florian Ballas drischt drauf, der Ball wird abgefälscht - das Anschlusstor gibt neue Hoffnung.

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70. Minute: Fiel bringt mit Luka Stor den dritten Stürmer für den erneut schwachen Dzenis Burnic.

65. Minute: Die Fans singen: "Egal, in welche Liga es auch geht, der K-Block steht." Ein weiterer Schussversuch von Klingenburg - weit drüber.

54. Minute: Ist das ein Signal? René Klingenburg ziet aus 16 Metern ab - knapp vorbei.

Wiederanpfiff. Fiel  bringt Baris Atik und Chris Löwe für Jannis Nikolaou und Niklas Kreuzer. Der K-Block fordert: "Kämpfen und siegen!" Ob das noch was wird?

Pause. Ein ganz schwacher Auftritt der Schwarz-Gelben in der ersten Halbzeit, die Mannschaft ist verunsichert, wirkt phasenweise hilflos. Kiel ist näher am dritten Tor als Dynamo am Anschluss. 

30. Minute: Was nun, Dynamo? Salih Öcan erhöht auf 2:0 für Kiel. Ein Pass in die Schnittstelle reicht, um die Dresdner Abwehr zu überraschen.

27. Minute: Es steht 3:0 für Dynamo - nach Ecken. Aber auch die Standards bringen bisher nichts ein.

18. Minute: Niklas Kreuzer scheitert an Kiels Torwart Ionannis Gelios - genau wie vorher Dzenis Burnic.

14. Minute: Erster gefährlicher Angriff - und schon führt Kiel. Jae Sung Lee entwischt Kevin Ehlers, in der Mitte kann Jannik Müller Emmanuel Iyoha nicht stellen. 

10. Minute: Abtasten, Dynamo läuft einige Male ins Abseits. Nichts passiert.

Anpfiff.

Das Spiel läuft - und es ist schon wieder so eine gruselige Bilanz, von einem Angstgegner gar die Rede. Dabei bräuchte Dynamo dringend Aufbauhilfe, denn nach dem jüngsten Nackenschlag mit dem späten Gegentreffer zum 1:2 beim Hamburger SV ist der Druck für den Tabellenvorletzten der 2. Fußball-Bundesliga nicht kleiner geworden. Und nun ist ausgerechnet Holstein Kiel am Samstagmittag, Anstoß 13 Uhr, Gast im Rudolf-Harbig-Stadion. 

Jene Mannschaft also, die sich von der großen Kulisse in Dresden zuletzt wenig beeindrucken ließ. Die vier Duelle in der zweiten Liga haben die Schwarz-Gelben allesamt verloren, die beiden zu Hause mit 0:2 und 0:4. Selbst im Aufstiegsjahr 2016 gaben die "Störche" von der Ostsee in Dresden den Spielverderber: Nach dem 0:0 musste die Party verschoben und der noch nötige Punkt eine Woche später in Magdeburg (2:2) geholt werden. Auf solche Statistiken angesprochen, antwortet Cristian Fiel sinngemäß immer das Gleiche: "Das spielt für mich keine Rolle." Weil jedes neue Spiel bei Null losgeht. Stimmt ja auch.

In der Startelf hat Fiel zwei Wechsel vorgenommen: Für Baris Atik rückt René Klingenburg ins Team, der nach Magen-Darm-Infekt angeschlagene Brian Hamalainen wird durch Florian Ballas ersetzt.

Mit dieser Aufstellung geht Dynamo das wichtige Heimspiel an:

Broll - Ehlers, Ballas, Müller - Nikolaou, Burnic - Kulke, Klingenburg, Kreuzer - Jeremejeff, Koné.

Fiel warnt nicht wegen der Statistik, sondern aus einem anderen Grund vor Kiel. "Die haben zuletzt sechs Tore geschossen (6:3 gegen Wiesbaden/d. A.), kommen mit Selbstbewusstsein und haben eine hohe Qualität. Das wird eine harte Nuss", meint Fiel. Die gilt es zu knacken, auch schon vor dem ersten Advent. "Ich weiß, wir spielen zu Hause. Trotzdem müssen wir Geduld an den Tag legen, auch im Kopf, dürfen nicht verrückt spielen. Ich gehe nicht davon aus, dass wir rausgehen und nach sieben Minuten mit 4:0 führen."

Dagegen hätte er natürlich nichts einzuwenden, doch sein Plan ist erst einmal ein anderer: "Kontrolle über das Spiel und über den Ball haben, und in den entscheidenden Momenten musst du zuschlagen und die Chancen, die sich dir bieten, auch nutzen."

Und aufpassen, nicht in Konter zu laufen, eine besondere Stärke der Kieler. "Sie erobern den Ball und sind dann brutal schnell. Das musst du wissen und immer wieder bereit sind, den Zweikampf zu führen", sagt Fiel, der Verantwortung jedes einzelnen Spielers für die Mannschaft einfordert: "So zu denken, mein Mitspieler, der hinter mir steht, wird es schon machen, darf uns nicht passieren."

Drei Spieler fehlen, vier kehren zurück

Es fehlen Patrick Möschl (Sprunggelenksverletzung) und Patrick Ebert  (Muskelfaserriss),  Brian Hamalainen sitzt trotz Magen-Darm-Infektes zumindest auf der Bank. Bei der unglücklichen Niederlage beim HSV zuletzt fehlten gleich fünf Profis verletzt und Chris Löwe kurzfristig nach Infekt. Kapitän Marco Hartmann ist nach wie vor nicht dabei, Chris Löwe und der slowenische U21-Auswahlspieler Luka Stor stehen als potenzielle Einwechsler zur Verfügung. 

Statistik hin oder her, der 39 Jahre alte Chefcoach ist überzeugt: "Es muss der Punkt kommen, an dem wir uns für das belohnen, was wir immer wieder versuchen, auf den Platz zu bringen." Es wäre zweifellos ein guter Zeitpunkt. 

Ab 13 Uhr gibt es hier die wichtigsten Infos im Liveticker.  


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