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Dynamo: Zwei kommen, einer geht

Mit Jonathan Meier und Julius Kade holen die Dresdner die Neuzugänge neun und zehn. Einer spielte beim FC Bayern. Matthäus Taferner wechselt in die Heimat.

Zwei Neuzugänge und ein Abgang: Julius Kade (links) und Jonathan Meier (Mitte) verstärken Dynamo, Matthäus Taferner zieht zurück nach Österreich.
Zwei Neuzugänge und ein Abgang: Julius Kade (links) und Jonathan Meier (Mitte) verstärken Dynamo, Matthäus Taferner zieht zurück nach Österreich. © SGD/Dennis Hetzschold, dpa

Dresden. Der Trainer hatte es angekündigt, jetzt ist es perfekt: Dynamo hat sich mit zwei weiteren Neuzugängen verstärkt. Linksverteidiger Jonathan Meier wechselt auf Leihbasis für ein Jahr vom Bundesligisten FSV Mainz 05 nach Dresden, Mittelfeldspieler Julius Kade, bisher bei Union Berlin unter Vertrag, unterschrieb bis 2023. Auf diesen beiden Positionen hatte Chefcoach Markus Kauczinski beim Trainingsauftakt am Dienstag noch Bedarf angemeldet

Die Neuzugänge Nummer neun und zehn absolvierten am Donnerstagnachmittag individuelle Einheiten und steigen am Freitag ins Mannschaftstraining ein. "Ich möchte auf möglichst hohem Niveau die nächsten Schritte in meiner Entwicklung gehen. Dynamo ist dafür genau der richtige Verein", erklärte Meier, der wie Kade 1999 als Geburtsjahr hat. Ganz ähnlich hört sich das beim Berliner an: „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe bei Dynamo und möchte mich gemeinsam mit dem Verein weiterentwickeln."

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Der gebürtige Münchner Meier begann als Sechsjähriger beim TSV 1860, mit elf Jahren  wechselte er in die Nachwuchsschule des FC Bayern. Dort durchlief er bis zum Sommer 2019 alle Jugendmannschaften und spielte auch an der Seite von Lars Lukas Mai, dem jüngeren Bruder von Dynamo-Rückkehrer Sebastian Mai. Anschließend wechselte Meier zum FSV Mainz, unterschrieb dort einen Profi-Vertrag bis 2022. In der vergangenen Saison kam er allerdings nur bei der U23 in der Regionalliga zum Einsatz,  gab in elf Spielen zwei Vorlagen. 

Meier ist der Ersatz für den erfahrenen Löwe

"Jonathan besitzt großes fußballerisches Talent, welches er bei uns weiterentwickeln soll. Wir freuen uns, dass sich dieser begabte Spieler für unseren Weg entschieden hat und sind davon überzeugt, dass er die Konkurrenzsituation als Außenverteidiger im Team erhöhen wird", wird Sportgeschäftsführer Ralf Becker in der Mitteilung des Vereins zitiert. Anders formuliert: Meier soll einspringen, wenn Chris Löwe mal ausfallen sollte. Der Routinier, der sein Karriereende verschoben hat, dürfte auf der linken Seite der Vierer-Abwehrkette gesetzt sein. 

Besser stehen die Einsatzchancen für Kade. Der 21-Jährige besaß bei Union Berlin noch einen Vertrag bis Juni 2021, laut Vereinsmitteilung wurde "über die Ablösemodalitäten Stillschweigen vereinbart". Das bedeutet, dass die Schwarz-Gelben zahlen mussten. 

Schnelles Wiedersehen für Kade mit seinem Ex-Verein

Kade kam bereits mit acht Jahren zu Hertha BSC, holte mit dem Klub 2018 die deutscher A-Jugend-Meisterschaft. Mit 18 kam er in der Saison 2016/17 zu seinem Bundesliga-Debüt, es blieb dort allerdings auch sein letzter Einsatz. Im Dezember 2017 stand er im letzten Gruppenspiel der Europa League für 13 Minuten gegen Östersund SK auf dem Platz. 

Beim Stadtrivalen Union konnte er sich in der vergangenen Saison nicht durchsetzen, schaffte es beim Bundesliga-Aufsteiger nur dreimal in den Kader, bekam aber keinen Einsatz. Am 15. August kehrt Kade gleich wieder zurück zu seinem Ex-Verein. Dann absolviert Dynamo den zweiten Test der Vorbereitung in der Alten Försterei

Sportchef Becker sieht in ihm "einen talentierten und spielstarken Mittelfeldspieler, der eine hervorragende fußballerische Ausbildung genossen hat". Er bringe eine gute Perspektive mit und "hat in unserem Umfeld die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln“. Im offensiven Mittelfeld ist die Konkurrenz bisher weder groß noch namhaft. Nominell steht dafür neben Kade nur noch Sascha Horvath zur Verfügung, der in der Vergangenheit allerdings oft auf den Außenpositionen zum Einsatz gekommen war. 

Ihre ersten Einsatz für die Schwarz-Gelben könnten Meier und Kade am Sonntag beim Test gegen die U23 von Hertha BSC haben. 

Taferners Wechsel ist keine Überraschung mehr

Mit Matthäus Taferner verabschiedete sich am Donnerstag dagegen endgültig ein weiterer Kandidat für das offensive Mittelfeld. Der vor einem Jahr von Wacker Innsbruck verpflichtete Lockenkopf war nach vier Zweitliga-Einsätzen unter Trainer Cristian Fiel in der Winterpause auf Leihbasis zu seinem Heimatverein Wacker Innsbruck zurückgekehrt. 

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Bereits beim Trainingsauftakt in Dresden fehlte der 19-Jährige, deshalb ist sein Wechsel zum Wolfsberger AC keine Überraschung mehr. Beim österreichischen Erstligisten unterschrieb Taferner bis 2023, auch hier wurde über mögliche Zahlungen nichts mitgeteilt. Falls eine Ablösesumme fällig wurde, dürfte die allerdings sehr überschaubar gewesen sein.  

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