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Dynamo verliert auch in Nürnberg

Die Vorzeichen vor dem Abstiegsspiel beim Drittvorletzten Nürnberg standen schlecht. Der Trainer setzte auf Optimismus und zwei A-Junioren auf die Bank.

Enttäuschte Spieler
Enttäuschte Spieler © dpa

Abpfiff: Nürnberg gewinnt verdient, Dynamo überwintert als Schlusslicht. Die Aufholjagd wird ein ganz schwieriges Unterfangen. Hier lesen Sie die erste ausführliche Analyse.

68. Minute: Profi-Debüt für Ransford-Yeboah Königsdörffer: Der A-Junior kommt für Patrick Ebert, der kurz vorher für ein Frust-Foul Gelb gesehen hatte. Auch Königsdörffer wird unmittelbar nach seinem Einstand verwarnt.

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53. Minute: Die Antwort von Nürnberg kommt prompt: Nach einem katastrophalen Ballverlust von Linus Wahlqvist gibt es eine Kopie vom 1:0: Hanno Behrends bedient erneut Robin Hack, der das 2:0 erzielt. Abseits ist es nicht, die Kölner Videoassistenten prüfen noch ein Handspiel, doch der Treffer zählt. 

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Robin Hack von Nürnberg jubelt über sein Tor zum 2:0. 
Robin Hack von Nürnberg jubelt über sein Tor zum 2:0.  © dpa

48. Minute: Die erste Chance nach dem Seitenwechsel hat Dynamo: Einen Konter schließt Moussa Koné mit einem Schuss ab, den Felix Dornebusch unkonventionell aber erfolgreich mit den Knien entschärft.  

Pause: Die Führung der Nürnberger ist nicht unverdient, weil die Franken mehr Spielanteile haben und mehr Abschlüsse. Trotzdem zeigen sich die Dresdner gegenüber dem 0:3 von Osnabrück etwas verbessert. 

33. Minute: Da ist es passiert, Nürnberg erzielt die Führung: Nach einer Hereingabe von Hanno Behrends erwischt Robin Hack den Ball gar nicht richtig, doch sein misslungener Schuss mit der Innenseite rutscht trotzdem am Innenpfosten vorbei ins Dynamo-Tor. Kevin Broll streckt sich, kommt aber nicht an den Ball. 

23. Minute: Nun hat auch Nürnberg seine erste Chance: Kapitän Hanno Behrens leitet eine Eingabe mit der Hacke direkt weiter auf  Fabian Schleusener, dessen Direktabnahme Kevin Broll mit der Brust pariert.  Der Dynamo-Torhüter läuft mit einem Trikot von Moussa Koné auf, weil der Schiedsrichter fand, dass sein grünes Trikot denen der Nürnberger zu ähnlich sei.

10. Minute: Erste Mini-Chance für Dynamo: Nach einer feinen Ballannahme von Baris Atik, schießt Niklas Kreuzer aufs Tor - aber auch mitten in die Arme von Nürnbergs Torhüter Felix Dornebusch. 

Anpfiff.

Das Wetter passt zur Stimmung: grau, nass, trist. Doch für Dynamo geht es zum Jahresabschluss in der 2. Fußball-Bundesliga noch mal um Punkte: Ab 18.30 Uhr müssen die Dresdner im Kellerduell beim 1. FC Nürnberg bestehen. Die Vorzeichen sind gut - zumindest haben die Dresdner in den zehn Spielen zuletzt einen Punkt mehr geholt als der "Club", der mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestartet war.

© SZ

"Nürnberg hat in letzter Zeit auch nicht frei von der Leber weg gespielt", meint Markus Kauczinski, der dem Gegner prinzipiell eine höhere individuelle Qualität zuschreibt als seiner neuen Mannschaft, aber: "Sie sind gerade auch nicht Tabellendritter. Das zeigt, dass das nicht die ausschlaggebende Komponente sein muss." Er muss das so sagen, erst recht angesichts der personellen Situation. 

Gleich fünf Spieler fallen aus, darunter der bislang gesetzte Stürmer Alexander Jeremejeff. Deshalb sind mit Ransford-Yeboah Königsdörffer und Simon Gollnack die zwei besten Stürmer aus Dynamos A-Jugend im Kader, sitzen aber zunächst auf der Bank. Moussa Koné hat seinen Infekt offenbar rechtzeitig auskuriert und steht genauso in der Startelf wie Baris Atik, der in Osnabrück gefehlt hatte.

Im Vergleich zu seiner Premiere als Dynamo-Trainer hat Kauczinski vier personelle Wechsel vorgenommen: Chris Löwe (krank), René Klingenburg (gesperrt), Jeremejeff (verletzt) sowie Kevin Ehlers (Ersatz) sind raus, dafür Brian Hamalainen, Linus Wahlqvist, Jannik Müller und Atik neu dabei. 

Dynamo beginnt also mit: Broll - Wahlqvist, Müller, Ballas, Hamalainen - Kreuzer, Nikolaou, Ebert, Horvath - Atik, Koné.

Ob die beiden A-Junioren gut genug sind, um unter Umständen für ein paar Minuten in der zweiten Liga auszuhelfen? Kauczinski kontert die Frage: "Es hat sich ja auch keiner der Etablierten unverzichtbar gemacht. Wenn ein Junger befreit aufspielt, weil ihn die Situation wenig kümmert - herzlich willkommen", meint der Trainer.

Entscheidend ist laut Kauczinski ohnehin etwas anderes. "Wir wollen einfach nur in den Kampf kommen und den Leuten zeigen, dass wir alles reinwerfen. Wie wir das ausrichten, ist eigentlich völlig egal. Wir müssen es schaffen, eine andere Ausstrahlung hinzukriegen, zusammenzustehen und Emotionen zu zeigen", fordert er. Das ist tatsächlich seine einzige Erwartung, und das betonte der 49-Jährige im Hinblick auf die Partie auch immer wieder: "Der Rest wird dann kommen. Und natürlich machen wir noch eine Taktik dazu."

Die Erwartungen sind ohnehin auf ein Minimum geschrumpft. Was heute Abend passiert, vermag selbst der Trainer nicht zu sagen. Zu groß ist die Ungewissheit nach der 0:3-Blamage in der Vorwoche in Osnabrück

Abschenken noch vor dem Anpfiff - das ist wiederum keine Alternative. "Spiele kommen wie sie kommen. Man hat in jedem Spiel immer die Chance, etwas zu holen. Und man hat auch in jedem Spiel eine Chance, Dinge besser zu machen und ein anderes Gesicht zu zeigen", sagt Markus Kauczinski, der vor anderthalb Wochen den Cheftrainerposten bei Dynamo übernommen hat und klarstellt, die Entscheidung noch nicht bereut zu haben. "Und ich werde es auch nicht bereuen."

Fakt ist: Die Partie beim Drittvorletzten Nürnberg, der drei Punkte mehr auf der Habenseite hat als Schlusslicht Dynamo, ist mehr denn je ein Abstiegsendspiel. Der Bedeutung, so Kauczinski, sei sich jeder bewusst. 

Noch vor der Winterpause hat der Verband indes diverse Vergehen von Dynamo-Fans mit einer Geldstrafe in Höhe von 8.200 Euro geahndet, zudem wurden die zeitgenauen Ansetzungen der Partien vom 22. bis 28. Spieltag bekanntgegeben. Das heißt für Dynamo je drei Freitags- und Sonntagsspiele sowie einmal am Samstag. Im Überblick:

Freitag, 14.2.: St. Pauli - Dynamo (18.30)

Samstag, 22.2.: Dynamo - VfL Bochum (13.00)

Freitag, 28.2.: Jahn Regensburg - Dynamo (18.30)

Sonntag, 8.3.: Dynamo - Erzgebirge Aue (13.30)

Sonntag, 15.3.: Hannover 96 - Dynamo (13.30)

Sonntag, 22.3.: Dynamo - Greuther Fürth (13.30)

Freitag, 3.4.: Arminia Bielefeld - Dynamo (18.30)

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