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Dynamo

"Ab jetzt geht der Kopf wieder hoch"

Das erste Kennenlernen ist vorbei - und Interimstrainer Heiko Scholz gefordert. Bei Sächsische.de sagt er, worauf es am Sonntag gegen Sandhausen ankommt.

Heiko Scholz bereitet Dynamo aufs Heimspiel gegen Sandhausen vor. Vorher erklärt er sich und seine Arbeit bei der Pressekonferenz.
Heiko Scholz bereitet Dynamo aufs Heimspiel gegen Sandhausen vor. Vorher erklärt er sich und seine Arbeit bei der Pressekonferenz. © SZ

Die Pressekonferenz mit Interimstrainer Heiko Scholz vor dem Heimspiel am Sonntag, 13.30 Uhr, gegen den SV Sandhausen. Seine wichtigsten Aussagen:

  • Die ersten Tage waren schwer: die sportliche Lage, der Abschied vom bisherigen Cheftrainer Cristian Fiel. "Ab jetzt geht der Kopf wieder hoch. Wir brauchen Mut und Selbstvertrauen. Und dafür brauche ich Kerle." Jeder müsse begreifen, dass es jetzt fünf vor zwölf sei. 
  • "Ich bin jetzt drei Tage hier und werde nicht alles umkrempeln können. Ich muss jetzt die herauspicken, die vom Kopf her und mit ihrer Mentalität bereit sind, am Sonntag die drei Punkte zu holen."
  • Kapitän Marco Hartmann fällt bis zur Winterpause aus, auch Patrick Ebert, Patrick Möschl und Justin Löwe fehlen verletzungsbedingt am Sonntag. Fragezeichen stehen noch hinter Jannis Nikolaou und Alexander Jeremejeff. 
  • "Mit Sandhausen erwartet uns ein Gegner, der robusten Fußball spielt. Darauf bereiten wir die Mannschaft vor. Wir wissen fast alles über Sandhausen, und das werden wir unseren Jungs auch mitgeben."
  • Was taktische Veränderungen angeht, hält sich Scholz erst einmal bedeckt. Es gehe jetzt darum, einfachen Fußball zu spielen. Der Schwerpunkt, das ist herauszuhören, liegt dabei auf der Defensive. Wobei Scholz auch die hohe offensive Qualität der Mannschaft lobt. "Doch die Defensivarbeit muss besser werden."
  • Scholz setzt am Sonntag auch auf die Unterstützung der Fans. "Die Atmosphäre hier ist immer etwas besonderes."
  • "Wir wissen doch alle: Der Trainer sitzt hier, und irgendwann ist er weg", sagt Scholz. Ein Problem, dass Vorgänger und Publikumsliebling Cristian Fiel am Sonntag im Stadion von den Fans noch mal gefeiert werden könnte, hat der Interimstrainer nicht. "Fielo hat Großes für den Verein geleistet."
  • In die Suche nach einem neuen Cheftrainer ist Scholz "null", wie er betont, eingebunden. Mit Sportchef Ralf Minge habe er bislang nicht über das Thema gesprochen.
  • "Wir sind Dynamo Dresden - auch wenn wir Letzter sind. Wenn wir am Sonntag raus auf dem Platz stehen, muss es abgehen", sagt Scholz. Die Spieler seien fit. Das Einzige, was zuletzt gefehlt habe, sei die Lockerheit im Kopf.
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Dynamos Trainersuche hält indes an. Als Kandidaten werden Heiko Herrlich, Markus Kauczinski und Daniel Meyer genannt, auch Markus Anfang, Robin Dutt und André Breitenreiter sind derzeit ohne Verein. Und Sandro Schwarz, vor knapp vier Wochen beim Bundesligisten Mainz 05 entlassen, soll am Donnerstag sogar in Dresden gesehen worden sein. Die Auflistung zeigt, das so genannte Trainerkarussell ist kurz vor Weihnachten nicht nur gut besetzt, es kommt jetzt noch einmal richtig in Schwung. Das Profil ist klar: ein erfahrener, krisentauglicher Mann soll es bei Dynamo sein.

Und auch wenn Sportchef Ralf Minge angekündigt hat, schnellstmöglich einen neuen Cheftrainer zu verpflichten, mit Scholz ist erst einmal eine zeitlose Interimslösung gefunden. Gut möglich, dass Scholz die Zweitliga-Profis bis in die Winterpause trainiert. Sicher ist, dass der 53-Jährige am Sonntag beim Heimspiel gegen Sandhausen auf der Bank sitzen wird.

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Noch am Dienstagnachmittag, nach der ersten Trainingseinheit mit seinem neuen Team, setzte sich Scholz mit dem Mannschaftsrat zusammen. Zudem ließ er sich vom Video-Analysten einen Zusammenschnitt der letzten Partien fertigen, um sich einen besseren Eindruck vom aktuell Tabellenletzten der 2. Fußball-Bundesliga zu verschaffen.


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