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Heiko Scholz bleibt Co-Trainer bei Dynamo

Er war für ein Spiel der Nachfolger von Cristian Fiel, arbeitet seit einem halben Jahr mit Markus Kauczinski - warum er nun einen neuen Vertrag erhält.

Heiko Scholz war für ein Spiel als Interimscoach eingesprungen, bleibt nun weiter Co-Trainer bei Dynamo.
Heiko Scholz war für ein Spiel als Interimscoach eingesprungen, bleibt nun weiter Co-Trainer bei Dynamo. ©  dpa/Robert Michael

Dresden. Für ein Spiel wurde er sogar Chefcoach, aber Heiko Scholz war von Anfang an klar, dass er das nicht bleiben würde. Sein einstiger Mitspieler und guter Freund Ralf Minge hatte ihn in der Not gerufen, als der sportliche Erfolg bei Dynamo Dresden unter Cristian Fiel ausblieb. Am 2. Dezember 2019 trennten sich der junge Trainer und sein Verein im gegenseitigen Einvernehmen, einen Tag später leitete Scholz bereits die Übungseinheit unter der Devise: Ab jetzt geht der Kopf wieder hoch!

Der 54 Jahre alte Görlitzer sorgte vor allem für einen Stimmungswandel, seine Kommandos hallten auf Sächsisch über den Platz. Damals hatte Scholz bereits einen Vertrag unterschrieben, der bis 30. Juni 2021 galt. Er sollte, so hieß es in der Pressemitteilung damals bereits, auf jeden Fall im Trainerstab bleiben.

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Doch offenbar war nach dem Abstieg in die 3. Liga ein neues Schriftstück notwendig, und so vermeldete die SGD am Dienstagmittag, man habe Scholz als Co-Trainer bis 30. Juni 2021 gebunden. Ein Bekenntnis zur weiteren Zusammenarbeit, ein Zeichen. Zumal nach dem Ausscheiden von Minge bei Dynamo nun Ralf Becker als Sportgeschäftsführer das Sagen im Verein hat. Der neue Mann erklärt, Scholz habe nicht nur Verantwortung als Interimstrainer übernommen - das Heimspiel gegen Sandhausen unter seiner Leitung endete immerhin mit einem Unentschieden -,  "sondern sich anschließend auch hervorragend in das Trainerteam von unserem Chefcoach Markus Kauczinski eingefügt".

Einst bei Dynamo für zu klein befunden

"Scholle", nennt ihn Becker im veröffentlichten Zitat beim Spitznamen, sei Dynamo "neben seiner langjährigen Erfahrung als Spieler und Trainer zudem seit jeher eng verbunden". Schließlich war Scholz von 1978 bis 1982 an der Kinder- und Jugendsportschule in Dresden, hat im Nachwuchs für Dynamo gespielt. Für die damalige DDR-Oberliga wurde er allerdings als angeblich zu klein und schmächtig ausgemustert. Danach kam er doch noch groß raus (bei Lok Leipzig) und schließlich 1990 als erster Millionen-Transfer der Vereinsgeschichte zu Dynamo zurück. 

Sein Statement fällt, schriftlich formuliert, für seine offene Art ein wenig verkrampft aus, entspricht aber auf jeden Fall der Wahrheit: "Es ist für mich eine große Ehre und Ansporn zugleich, weiterhin Teil der SGD zu sein. Ich trage Dynamo seit meiner Kindheit im Herzen und werde gemeinsam mit dem Trainerteam rund um Markus Kauczinski sowie der Mannschaft auch in Zukunft alles für den maximalen Erfolg des Vereins geben", wird Scholz in der Mitteilung des Vereins zitiert.

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Als Trainer war er unter anderem für den MSV Duisburg, Lok Leipzig und Wacker Nordhausen tätig. Es war ein für Dynamo glücklicher Umstand, dass die Thüringer in der Regionalliga gerade in finanziellen Schwierigkeiten steckten, als Dynamo Scholz brauchte. Für ihn war es deshalb keine Frage: "Ich helfe bei Dynamo in dieser schwierigen Situation selbstverständlich." 

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