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Sport

Dynamo hilft bei Corona-Restart-Projekt

Der Fußballklub unterstützt als Teil der Initiative Teamsport Sachsen ein großes Experiment mit 4.200 Teilnehmern in Leipzig. Mehr als die Hälfte fehlt noch.

Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born
Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born © dpa/Robert Michael

Dresden. Restart19 heißt ein Experiment für Sport-, Kultur- und andere Großereignisse unterm Hallendach. Das unterstützt mit der SG Dynamo Dresden auch ein Fußballklub, der in Stadien unter freiem Himmel spielt. Der Zweitliga-Absteiger gehört zur Initiative Teamsport Sachsen. Sie unterstützt das Projekt der Universitätsmedizin Halle an der Saale. Auch der Freistaat Sachsen fördert die Studie.

Ziel ist es, schnellstmöglich Strategien zu erforschen, wie derartige Veranstaltungen unter Beachtung aller derzeitigen Ausnahmeregeln so schnell wie möglich wieder mit Besuchern ausgerichtet werden können. Das in mehrere Teile untergliederte Projekt beinhaltet beispielsweise auch ein Experiment am 22. August in der Arena Leipzig. An diesem Tag führen die Forscher drei Simulationen durch. Bei der Studie gibt Tim Bendzko ein Konzert. Dadurch wollen die Wissenschaftler das Zuschauerverhalten möglichst realitätsnah abbilden. "Außerdem kann man an diesem Tag auch unsere Handballer treffen und sicherlich noch viele weitere Sportlerinnen und Sportler aus Sachsen und Sachsen-Anhalt", betont Karsten Günther. Der Geschäftsführer des Bundesligisten SC DHfK ergänzt: "Jetzt geht der Aufruf an alle Menschen, die wieder in ihre Veranstaltungshallen zurückwollen - egal, ob zu Sport-, Kultur- oder anderen Großereignissen." Er lädt alle herzlich ein, "sich für eine Teilnahme zu registrieren". Die Mediziner suchen 4.200 gesunde Probanden im Alter von 18 bis 50 Jahren. Bisher meldeten sich gut 1.350 Menschen an. "Es besteht kein Risiko", erklärt Günther. Für ihn steht fest, "dass keiner seine Teilnahme bereut".

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"Das Forschungsprojekt untersucht ganz konkret mögliche Risiken von Großereignissen und soll letztlich wissenschaftliche Erkenntnisse darüber liefern, wie das Infektionsrisiko während der Corona-Pandemie minimiert werden kann", meint Michael Born. Der kaufmännische Dynamo-Geschäftsführer fügt an: "Ziel der Aktion ist es, Lösungen zu finden, wie und unter welchen Voraussetzungen in Zukunft Großveranstaltungen mit Publikum in Sachsen wieder stattfinden könnten." Auch der Drittligist sei auf die Untersuchungsergebnisse gespannt, unterstütze den Aufruf daher selbstverständlich gern und würde sich freuen, "wenn sich auch der eine oder andere Dynamo-Anhänger Zeit für das große Experiment am 22. August in Leipzig nehmen würde".

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"Wir führen einmal eine Veranstaltungssituation wie vor der Corona-Pandemie durch, natürlich alles mit dem größtmöglichen Schutz für die Beteiligten", sagt Dr. Stefan Moritz. Der Projektleiter von der Universitätsklinik Halle an der Saale ergänzt: "Bei der zweiten Simulation mit 4.000 Teilnehmenden werden die Ströme gezielt gelenkt, und als drittes ist eine Simulation mit 2.000 Teilnehmern geplant." (SZ)

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