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Dynamo muss 45.000 Euro Strafe zahlen

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes ahndet zwei Vergehen während des Heimspiels gegen St. Pauli - die danach auch bundesweit für Schlagzeilen sorgten.

Während des Heimspiels waren unter anderem verunglimpfende Banner im Fanblock zu sehen.
Während des Heimspiels waren unter anderem verunglimpfende Banner im Fanblock zu sehen. © Lutz Hentschel

Bei der Mitgliederversammlung am vergangenen Samstag hat Dynamo Dresden einen Rekordgewinn gemeldet: 4,5 Millionen Euro. Rekordverdächtig lang ist indes auch das Strafenregister für Fanfehlverhalten in dieser Saison.

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Nachdem die Dresdner in der Vorsaison immerhin insgesamt 114.000 Euro an den Deutschen Fußball-Bund überweisen werden mussten - und damit 74.000 mehr als noch 2017/18 -, prognostizierte der kaufmännische Geschäftsführer Michael Born für die aktuelle Saison erneut eine deutliche Steigerung. Er rechnet mit fast 200.000 Euro.

Darin enthalten sind bereits die 45.000 Euro, die der Verband an diesem Donnerstag für Vorkommnisse beim Heimspiel gegen den FC St. Pauli verhängte. Demnach hat das DFB-Sportgericht im Einzelrichterverfahren zwei Fälle unsportlichen Verhaltens sanktioniert.

Zwei bei der Partie eingesetzte Ordner hatten mit ihren auf den T-Shirts gedruckten nationalsozialistischen Botschaften für einen Eklat gesorgt. Nach Darstellung des Vereins hatten die beiden eine Anweisung nicht konsequent umgesetzt und wurden daraufhin vom Dienst freigestellt. Danach hätten sie die unter ihrer Dienstkleidung getragenen T-Shirts zur Schau gestellt. Die beiden Personen würden nie wieder bei Veranstaltungen von Dynamo eingesetzt, kündigte Born an. Zudem wurden im Dresdner Fanblock frauenfeindliche und menschenverachtende Spruchbänder gezeigt. Auch diese verurteilte der Verein und entschuldigte sich.

Bis zu 15.000 Euro der Geldbuße kann Dynamo für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. Der Nachweis ist dem DFB bis zum 30. Juni 2020 vorzulegen.

Während des Zweitligaspiels gegen St. Pauli am 31. August 2019, bei dem Dynamo einen 0:3-Rückstand aufholte, zeigten Dresdner Fans mehrere Banner mit verunglimpfenden und diskriminierenden Inhalten. Darüber hinaus trugen zwei Ordner im Zuschauerbereich T-Shirts mit verbotenen Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation. Danach hatte außer dem DFB auch die Polizei Ermittlungen aufgenommen. (SZ)

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