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Dynamo

Dynamos Sieg in aller Freundschaft

Die Dresdner haben beim Landesligisten in Neusalza-Spremberg einige Probleme. Aber hinten hält Boss die Null, vorn schießt Atilgan zwei Tore. Trainer Fiel fehlt.

Sprint vor der "WIP"-Tribüne: Dynamos Osman Atilgan erzielt beide Tore - und nicht nur die "Wahnsinnig Initiativbereiten Personen" auf der Ladefläche des Lasters sind begeistert ©  Rafael Sampedro

Neusalza-Spremberg. Osman Atilgan hat Dynamo Dresden mit seinen zwei Treffern einen 2:0-Sieg im Freundschaftsspiel beim FSV Neusalza-Spremberg beschert. Bei dem Landesliga-Fünften spielte der Zweitligist zwar dominant, ließ aber auch einige Chancen für die Gastgeber zu. David Haist scheiterte bereits in der fünften Minute an Tim Boss, der in der ersten Halbzeit im Dynamo-Tor stand. Um den Schlussmann gibt es Gerüchte. Angeblich soll der SV Sandhausen an ihm interessiert sein, berichtet das Internetportal liga-zwei.de. Im Gegenzug wird Marcel Schuhen, dessen Vertrag beim SVS ausläuft, mit Dynamo in Verbindung gebracht. Boss hatte noch eine Parade gegen Lukas Bouska (64.).

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Zaungäste im wahrsten Sinn des Wortes: Die Fans hängen die passende Fahne zum Spiel dran. ©  Rafael Sampedro

Kurios: Der Stadionsprecher bat nach gut 20 Minuten, die Anzeigetafel zu korrigieren. Auf der stand bereits ein 0:1. Patrick Ebert hatte allerdings nur den Pfosten getroffen (19.). Es dauerte bis zur 37. Minute, ehe Atilgan für die Dynamo-Führung sorgte. Nach der Eingabe von Rico Benatelli war er mit dem Fuß zur Stelle. „Ich will mich immer weiterentwickeln. Jedes Tor zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin“, sagte der 19 Jahre alte Angreifer. Allerdings staunte auch er über den unterklassigen Gegner. „Das ist schon eine gute Truppe, hätten wir gar nicht so gedacht“, gab er zu. „Sie haben uns ein paar Mal gut ausgekontert.“ Ein Torerfolg blieb ihnen aber vor 1 200 Zuschauern im damit ausverkauften Sportplatz „Am Hänscheberg“ verwehrt. Dafür traf Atilgan in der 59. Minute noch mal aus spitzem Winkel.

Die Mannschaft wurde in Neusalza-Spremberg von Co-Trainer Patrick Mölzl betreut, Chefcoach Cristian Fiel war aus privaten Gründen nicht mit ins Oberland gefahren. Markus Schubert, Haris Duljevic und Moussa Koné durften bereits in den Urlaub, auf den sich auch Atilgan bereits freut. „Ich fliege in die Türkei, meine Familie besuchen“, sagt er – und zieht nach seinem ersten Profi-Jahr ein zufriedenes Fazit: „Vor der Saison hätte ich nicht damit gerechnet, zehn Einsätze zu bekommen. Ich habe sogar mein erstes Tor in der zweiten Liga geschossen (beim 3:4 gegen Bielefeld/d. A.) und bin vollkommen zufrieden. Aber nächste Saison greife ich weiter an.“

Ausverkauft - das kennen die Dresdner aus dem Rudolf-Harbig-Stadion und jetzt auch vom Sportplatz „Am Hänscheberg“ in Neusalza-Spremberg. 1 200 Zuschauer sorgen für den passenden Rahmen. ©  Rafael Sampedro

Die Partie in Neusalza-Spremberg war auch ein Dankeschön an Dynamos Hauptsponsor All-inkl.com, der dort seinen Sitz hat. Für die Schwarz-Gelben endet die Saison am Mittwoch mit dem Spiel zum 100. Jubiläum des FSV Glückauf in Brieske/Senftenberg. Anstoß im Stadion „Elsterkampfbahn“ ist 18.30 Uhr. Vermutlich kommen dann jene Spieler zum Einsatz, die diesmal draußen geblieben sind und Autogramme geschrieben haben.

Dynamo spielte mit: Boss – Wahlqvist, Hartmann, Hamalainen – Burnic (46. Atik) – Ebert, Benatelli, Aosman, Hauptmann – Atilgan, Kusej.