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Dynamo

Dynamo verliert verdient gegen 96

Beide Teams kassierten zuletzt vier Gegentore. Für Hannovers Trainer war es bereits ein Endspiel. Er rettet seinen Job mit einem 2:0-Sieg.

Florian Ballas (r.) hatte große Mühe gegen Hannovers Genki Haraguchi.
Florian Ballas (r.) hatte große Mühe gegen Hannovers Genki Haraguchi. © Robert Michael/dpa

89. Minute: Die Entscheidung: Der eingewechselte Cedric Teuchert schließt einen Konter zum 2:0 ab.

72. Minute: Führung für Hannover: Marc Stendera bedient mit einem Lupfer in den Strafraum Julian Korb, der zum 1:0 für die 96er trifft.

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Es ist mal wieder ein besonderes Spiel, zumindest aber eines unter besonderen Vorzeichen. Derby-Verlierer empfängt Krisen-Klub - oder einfach: Dynamo gegen Hannover 96 (Samstag, 13 Uhr).  Beide Mannschaften kassierten vor einer Woche vier Gegentore, beide strotzen nicht gerade vor Selbstvertrauen. Doch beim Bundesliga-Absteiger ist die Lage weitaus prekärer: Siegen oder Fliegen - unter dieser Überschrift steht das Spiel für 96-Trainer Mirko Slomka. Die Vereinsspitze um Martin Kind hatte dem 52-Jährigen nach dem Debakel gegen Nürnberg eine Gnadenfrist von einem Spiel eingeräumt - das in Dresden.    

Dynamo-Trainer Cristian Fiel muss personell auf Stürmer Alexander Jeremejeff (Muskelfaserriss) und Torhüter Tim Boss (Knieverletzung) verzichten. Auch Kapitän Marco Hartmann , der am Freitag  über Schwindelgefühle klagte und nicht mittrainieren konnte, fehlt im 20-köpfigen Spieltagskader. Dafür kehrt Jannis Nikolaou nach abgebrummter Rotsperre zurück. Linus Wahlqvist ist wieder fit, seine Achillessehnenbeschwerden erwiesen sich nicht als schwerwiegend. Allerdings schaffte es der Schwede nach seinen Patzern in Aue nicht in die Startelf. Da auch Luka Stor auf der Bank sitzt, setzt Fiel gegen Hannover wieder auf einen Ein-Mann-Sturm - Moussa Koné. Für den Senegalesen könnte es auch ein besonderes Spiel werden - sein 50. in der 2. Liga für Dynamo. Außerdem könnte er seine seit vier Partien andauernde Erfolgsserie fortschreiben und wieder ein Tor erzielen. Insgesamt tauschte Fiel gegenüber der Niederlage im Erzgebirge auf fünf Positionen. 

Das ist Dynamos Startelf: 

Broll - Ehlers, Ballas, Müller - Kreuzer, Ebert, Nikolaou, Hamalainen - Atik, Horvath - Koné 

Fiel kann nicht so recht einschätzen, was das Ultimatum für Slomka für seine eigene Mannschaft bedeuten könnte.  "Verändert er viel oder nicht", fragte er sich am Freitag und meint seinen Kollegen Slomka. Die Antwort: Er tauscht auf zwei Positionen.  "Prinzipiell weiß ich schon, wer da auf uns zukommt, denn der Trainer ist ja derselbe. Ich erwarte eine Mannschaft, die alles raushauen wird, die Wiedergutmachung will. Hannover hat den Anspruch, bei den  Aufstiegsplätzen mitzumischen", erklärte er. "Es gibt definitiv leichtere Spiele als das."

Die Konstellation ist auch für die Dresdner nicht die komfortabelste. Bei einer erneuten Niederlage droht ein Abrutschen in die unmittelbare Abstiegsregion. Bereits zum dritten Mal in dieser Saison treffen die Schwarz-Gelben auf einen Gegner, der unmittelbar zuvor 0:4 verloren hatte. In Darmstadt holte Dynamo beim 0:0 einen Punkt, kassierte in Aue eine deftige Niederlage. Und gegen Hannover? Die Bilanz spricht gegen die Dresdner. Von den fünf Duellen bisher wurden zwei in Dresden ausgetragen, beide verloren die Schwarz-Gelben: 2006 im DFB-Pokal und 2017 in der 2. Bundesliga. 2019 folgte nun die dritte Pleite.