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Dynamo startet mit neuem Stürmer

Die Dresdner empfangen Heidenheim und wollen endlich die ersten Punkte in dieser Saison. Ein 1,92 Meter großer Schwede soll helfen. Warum fehlt Koné?

Alexander Jeremejeff gibt sein Dynamo-Debüt.
Alexander Jeremejeff gibt sein Dynamo-Debüt. ©  dpa/Robert Michael

Dresden. Neuer Stürmer, neues Glück? Zumindest versucht es Dynamo am Sonntag ab 13.30 Uhr gegen Heidenheim mit einem Neuzugang in der Startelf. Alexander Jeremejeff, zu Wochenbeginn vom schwedischen Erstligisten BK Häcken nach Dresden gekommen, gibt sein Debüt für die Schwarz-Gelben. Cristian Fiel bietet ihn als einzige Spitze auf. 

 "Er ist ein spielintelligenter Stürmer, der einen guten ersten Kontakt hat, gute Räume findet", nennt der Trainer die Stärken des 1,92 Meter großen Angreifers. Mit Luka Stor sitzt der zweite Neuzugang genauso auf der Bank wie Lucas Röser.

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Dagegen steht Moussa Koné gar nicht auf dem Aufstellungsbogen. Er sei weder verletzt noch handele es sich um eine disziplinarische Maßnahme, heißt es auf Nachfrage vom Verein. Das lässt Raum für Spekulationen. Möglicherweise verlässt der Senegalese doch noch den Verein. Er war unter anderem mit dem französischen Traditionsklub Girondins Bordeaux in Verbindung gebracht worden, hatte aber während der Vorbereitung erklärt, in Dresden bleiben zu wollen. Mit den beiden Neuzugängen könnte er seine Situation jedoch neu bewerten. Abwarten.

Erst einmal geht es für Dynamo jetzt darum, mit dem ersten Sieg richtig in die neue Zweitliga-Saison zu starten.

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Im Vergleich zum Pokalspiel gegen Dassendorf (3:0) nimmt Fiel vier personelle Wechsel vor. So ist auch Abwehrtalent Kevin Ehlers für Florian Ballas wieder von Anfang an dabei.

Dynamo spielt mit: Broll - Wahlqvist, Ehlers, Müller - Burnic, Nikolaou -  Ebert, Horvath, Atik, Löwe - Jeremejeff.

Fiels Wunsch: "Ich will, dass sich die Mannschaft für ihren Aufwand und ihre Art, Fußball zu spielen, endlich belohnt. Es zählen nur Punkte, und davon haben wir derzeit keine."  Das soll, das muss sich ändern, auch wenn mit Heidenheim eine der routiniertesten Mannschaften dieser 2. Bundesliga im Rudolf-Harbig-Stadion zu Gast ist. Seit dem Aufstieg 2014 haben die Schwaben meist eine gute Rolle gespielt, sogar zwischenzeitlich an den Aufstiegsplätzen angeklopft.

Auf einen müssen die Schwarz-Gelben besonders aufpassen: Marc Schnatterer. Der 33 Jahre alte Mittelfeldspieler ist sozusagen die Galionsfigur bei Heidenheim, seit 2008 im Verein. "Seine Standards sind außergewöhnlich", meint Fiel. Diese Erfahrung musste Dynamos Trainer vor einem Jahr als Interimscoach machen. Beim 1:3 traf Schnatterer per Elfmeter und Freistoß, gefühlt knipst er in jedem Spiel gegen die Schwarz-Gelben. Diesen Eindruck bestätigt die Statistik jedoch nicht, vielmehr hatte er in den neun Duellen zuvor lediglich ein Tor erzielt, aber vier vorbereitet.

"Er braucht nicht viel Platz für eine entscheidende Flanke, einen entscheidenden Abschluss", meint Dynamos Offensivverteidiger Chris Löwe, aber: "Wir haben die Möglichkeiten, auch ihn in Schach zu halten."  Und zwar, indem man "auf den Ball geht und ihm nicht einen oder anderthalb Meter lässt", wie Fiel meint. Der Trainer warnt zudem: "Heidenheim ist nicht nur Schnatterer, sie haben noch ein paar andere gute Jungs." Seine Gegner-Analyse: "Das ist eine Mannschaft, die viel Erfahrung hat, viel Power auf den Platz bringt, gut umschaltet, schon vier Punkte geholt hat." 

Mindestens das hat Heidenheim den Dresdnern im Moment voraus. 

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